Auch am anderen Ufer wartet Polizei: US-
Student flüchtet vergeblich durch den Inn

Verfolgungsjagd nach Einbruchsversuch in Innsbruck Mehrere Stände am Christkindlmarkt aufgebrochen

Auch am anderen Ufer wartet Polizei: US-
Student flüchtet vergeblich durch den Inn © Bild: APA/Pessenlehner

Eine filmreife Verfolgungsjagd hat ein Student aus den USA der Innsbrucker Polizei geliefert. Der 21-Jährige war in den frühen Morgenstunden beim Einbruchsversuch in einen Christkindlstand in der Innsbrucker Altstadt ertappt worden. Er ergriff die Flucht und wählte dafür nicht unbedingt die einfachste Route: Der junge Mann versuchte, durch den eiskalten Inn zu entkommen.

Am anderen Ufer angekommen wurde er von der Polizei allerdings festgenommen. Gegen 3.00 Uhr war bei der Exekutive eine Anzeige eingegangen, dass jemand sich an einem der Christkindlmarktstände zu schaffen mache. Als Beamte kurze Zeit später am Tatort eintrafen, hantierte der 21-Jährige noch an einem der Stände.

Der Student aus Nebraska ergriff die Flucht Richtung Marktplatz. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und feuerten sogar zwei Schreckschüsse in die Luft ab, um ihn aufzuhalten.

Sprung aus vier Metern
Der junge Mann ließ sich allerdings nicht beirren. Er sprang beim Marktplatz über das Geländer und landete vier Meter tiefer am Inn-Ufer. Dort zog er sich Jacke und Schuhe aus und stürzte sich danach in die Fluten. Er durchschwamm den Inn, wurde allerdings am anderen Ufer bereits von der Polizei erwartet.

Der 21-Jährige wurde festgenommen. Zur Sicherheit wurde er in die Innsbrucker Klinik gebracht, konnte aber wieder entlassen werden. Laut dem stellvertretenden Stadtpolizeikommandanten Martin Kirchler hatte jemand versucht, noch in drei weitere Stände am Christkindlmarkt einzubrechen. Es wurde vermutet, dass dafür ebenfalls der festgenommene Amerikaner verantwortlich ist.
(apa/red)