Auch kurze Strecken nur mit dem Auto: Gehfaule Österreicher schaden der Umwelt!

VCÖ: Schlechte Klimabilanz für heimischen Verkehr 40 Prozent der Lkw-Transporte sind Leerfahrten

Auch kurze Strecken nur mit dem Auto: Gehfaule Österreicher schaden der Umwelt!

Jeder zehnte Ausflug mit dem Auto ist kürzer als einen Kilometer und rund 40 Prozent der Lkw-Transporte sind Leerfahrten. Die Umweltbilanz des heimischen Verkehrs fällt laut einer Studie des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) schlecht aus. Zu viel Energie und Fläche wird verbraucht. Um die Umweltschäden durch den Straßenverkehr auszugleichen, müsste jede Person in Österreich einen Hektar Wald pflanzen.

Berechnet wird anhand dieses Beispiel der ökologische Fußabdruck, der den Umweltschaden durch Autofahrten erfasst. Mit einbezogen wird dabei neben dem Erdöl-Verbrauch auch die verbaute Fläche und die Ressourceninvestition in den Straßenbau. Zu viele Strecken werden mit dem Auto gefahren, auch die Menge der mit Lkw transportierten Güter ist zu groß, kritisierte der Club.

Großes Verbesserungspotenzial
Das Verbesserungspotenzial sei allerdings groß. So würden beispielsweise 92 Prozent der Pendler-Fahrten zur Arbeit mit nur einer Person im Wagen stattfinden. Notwendig sei eine Bahnoffensive nach Schweizer Vorbild und die Ökologisierung aller Verkehrssteuern, forderte der VCÖ.

Anreize für ein klimafreundliches Mobilitätsverhalten würden durch eine kilometerabhängige Pkw-Maut und höhere Steuern für Spritfressern geschaffen. Zusätzlich müsse Kilometergeld für Dienstfahrten mit Bussen oder der Bahn eingeführt werden. (apa/red)