"Auch Schumi ist nur ein Mensch": Trauer
und Hochachtung um geplatztes Comeback

Presse: "Vollbremsung ist ein Zeichen von Reife" Hoffnung: Rückkehr beim Heim-Rennen in Monza?

"Auch Schumi ist nur ein Mensch": Trauer
und Hochachtung um geplatztes Comeback
© Bild: Reuters/Del Pozo

Trotz Trauer und Enttäuschung hat sich die italienische Presse vor Michael Schumacher nach dessen gesundheitsbedingter Comeback-Absage voller Hochachtung verneigt. "Der Mut, aufzugeben, Nein zu sagen, zeugt von Weisheit und Einsicht. Seine Vollbremsung ist ein Zeichen von Reife", schrieb "La Gazetta dello Sport".

"Nichts zu machen: Das große Comeback fällt aus. Dies war der definitive Beweis: Auch Schumi ist nur ein Mensch", befand der "Corriere della Sera" am Tag nach dem notgedrungenen Rückzieher des deutschen Rekordweltmeisters vor der geplanten Rückkehr ins Formel-1-Cockpit. Exakt sechs Monate nach seinem Motorrad-Unfall am 11. Februar in Cartagena erklärte Schumacher, dass Folgen der Brüche im Bereich Kopf und Hals von damals noch immer zu schwer seien. "Vielleicht wollte er das Schicksal nicht herausfordern", schrieb "La Gazzetta dello Sport". Schumacher habe sich ergeben, der Traum sei geplatzt.

Die Hoffnung lebt
Und noch nicht gänzlich ausgeträumt scheint. Tuttosport orakelte: "Schumi gibt auf - fürs erste. Und Monza hofft weiter." Dort wird am 13. September das Ferrari-Heimrennen mit dem Großen Preis von Italien ausgetragen. Felipe Massa, dessen Cockpit Schumacher schon in Valencia übernehmen sollte, dürfte dann noch immer nicht einsatzbereit sein nach seinem schweren Unfall auf dem Hungaroring. Vorerst wird Ersatzfahrer Luca Badoer zum Einsatz kommen. Was auch immer noch passiert - oder auch nicht - die "Gazzetta" dankte dem 40-jährigen Schumacher, es überhaupt versucht zu haben: "Schumi - Trotzdem Grazie!"

(apa/red)