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Auch Ricciardo hadert mit RB10

Nach Sebastian Vettel hat auch der zweite Red-Bull-Pilot bei Tests große Probleme

Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo während der Formel-1-Testfahrten im spanischen Jerez © Bild: Mark Thompson/Getty Images

Das Testdesaster von Formel-1-Serienweltmeister Red Bull Racing hat sich auch am dritten Tag in Jerez de la Frontera fortgesetzt. Nachdem Sebastian Vettel am Dienstag und Mittwoch mit großen Problemen zu kämpfen hatte, erging es seinem Teamkollegen nicht anders.

Daniel Ricciardo fuhr am Donnerstag erst mit dreistündiger Verspätung auf die 4,428 Kilometer lange Strecke. Bis zurück an die Box schaffte es der 24-jährige Neuzugang dann aber nicht. Der Australier musste den neuen RB10 mit rauchendem Heck vorzeitig abstellen, stieg aus und ließ sich an die Box zurückbringen. Der Bolide wurde unter einer Plane versteckt und mit dem Abschleppwagen in die Red-Bull-Garage gebracht.

Sein deutscher Teamkollege, der heuer auf seinen fünften WM-Titel in Serie losgeht, hatte wegen Problemen am neuen Boliden an seinen beiden Einsatztagen zuvor nur insgesamt elf Runden geschafft. Neben einer falsch montierten Feder hatten Probleme am Hybridsystem ERS von Motorpartner Renault für lange Zwangspausen gesorgt. Bereits am Dienstag und Mittwoch war Rauch aus dem Heck aufgestiegen.

Daniel Ricciardo in seinem Red Bull während der Testfahrten im spanischen Jerez
© Andrew Hone/Getty Images Ricciardo durfte sein neues Arbeitsgerät nur kurz testen

Ricciardo teilt das Schicksal Vettels

Ein solches Erlebnis blieb auch Ricciardo nicht erspart. Zwei Stunden vor Ende des dritten Testtages hatte es der Nachfolger seines Landsmannes Mark Webber gerade einmal auf drei Installationsrunden gebracht. So wie Vettel am Vortag zierte Ricciardo das Ende im Klassement.

Die WM-Hauptkonkurrenten von Red Bull machten es besser. Genüsslich stellte Ferrari noch vor Ende von Tag drei fest: "Auch wenn es langweilig klingt", zumindest was die Scuderia betreffe, verlaufe alles wie an den beiden Tage vorher. "Sprich, wir hatten einen guten Start." So wie zunächst bei Rückkehrer Kimi Räikkönen gab es auch bei Vizeweltmeister Fernando Alonso keine sichtlich größeren Probleme am F14T.

McLaren und Mercedes mit guten Tests

Auch Mercedes setzte sein Programm wie geplant um. Der englische Ex-Weltmeister Lewis Hamilton hatte schnell 45 Runden abgespult. Und bei McLaren lief es ebenfalls prächtig, Ex-Champ Jenson Button peilte seine zweite Bestzeit nach Mittwoch an.

Teamchef Christian Horner zeigt sich von den Komplikationen nicht allzu überrascht und rechnet ohnedies mit einer längeren Eingewöhnungszeit für alle Teams. Auch Boss Dietrich Mateschitz zeigte sich gut gelaunt und plauderte mit Horner zur späten Mittagszeit im Motorhome.

Ergebnisse F1-Testfahrten in Jerez am Donnerstag

1. Kevin Magnussen (DEN) McLaren 1:23,276 Min. (52 Runden)
2. Felipe Massa (BRA) Williams 1:23,700 (47)
3. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:23,952 (62)
4. Jenson Button (GBR) McLaren 1:25,030 (40)
5. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:25,495 (58)
Weiter:
7. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:29,915 (30)
11. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull - (3)

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