Auch Rapid konnte LASK zuhause nicht stoppen: Linzer haben jetzt Lust auf mehr!

LASK-Trainer Daxbacher: "Highlight meiner Laufbahn" UEFA-Cup-Generalprobe ging für Rapid daneben

Auch Rapid konnte LASK zuhause nicht stoppen: Linzer haben jetzt Lust auf mehr!

Aufsteiger LASK Linz ist im Linzer Stadion derzeit unschlagbar. Die Elf von Coach Karl Daxbacher setzte sich überraschend gegen den SK Rapid Wien mit 2:0 durch und gewann damit auch das dritte Heimspiel in der T-Mobile Fußball-Bundesliga zu null. Die Linzer (10 Punkte) liegen damit als Sechster, punktgleich mit den fünftplatzierten Rapidlern, nur zwei Zähler hinter Tabellenführer Mattersburg und somit in sicherem Abstand zum derzeit von Altach (3) eingenommenen Abstiegsplatz.

Mit Ivica Vastic (37) und Christian Mayrleb (35) prägten zwei ehemalige ÖFB-Teamspieler das Spielgeschehen. Mayrleb nutzte einen schweren Patocka-Abwehrfehler ("Ich habe gedacht, dass Helge Payer rauskommt, habe gezögert und Mayrleb hat das perfekt ausgenützt. Das Tor gehört mir.") zur frühen Führung (7.) und gab nach einem schönen Konter auch den Assist zum 2:0 von Vastic (71.).

"Nach dem Tor war ich wirklich sehr erleichtert", merkte Mayrleb nach seinem ersten Saisontreffer im sechsten Spiel im Linzer Dress an. Spielgestalter Vastic hob die gute Mannschaftsleistung hervor. "Wir haben von jedem Spieler eine gute Leistung gebraucht und genau das war der Fall. Alle waren auf einem hohen Niveau."

"Highlight meiner Trainerlaufbahn"
Daxbacher zollte der Leistung seiner beiden Routiniers Tribut. "Vastic und Mayrleb haben super Aktionen gezeigt. Für Mayrleb freut es mich besonders, weil ich auch an ihm festgehalten habe, als es nicht so gelaufen ist. Ich weiß, dass er Klasse hat", betonte der Linzer Erfolgscoach. Die Leistung seiner Elf sei zwar vor allem im taktischen und spielerischen Bereich noch nicht so gut gewesen, aber "das trübt meine Freude nicht. Neben meinen Meistertiteln ist der Sieg sicher ein Highlight in meiner Trainerlaufbahn", gab der 54-Jährige zu.

Nach dem erfolgreichen Saisonstart haben die Linzer Lust auf mehr bekommen. "Wenn wir so weiterspielen, können wir sicher noch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Mit jedem Sieg bekommen wir mehr Selbstvertrauen", war Daxbacher optimistisch. Routinier Vastic freute sich, dass durch die 15.000 Zuschauer in Linz endlich wieder eine richtige Fußball-Stimmung war, trat aber auf die Euphoriebremse. "Wir schauen nur von Spiel zu Spiel."

UEFA-Cup-Generalprobe ging für Rapid gehörig daneben
Für Rapid ging die Generalprobe für das wichtige UEFA-Cup-Zweitrunden-Qualifikationshinspiel bei Dinamo Tiflis damit gehörig daneben. Außerdem verfehlten die Wiener den bei einem Sieg möglich gewesenen Sprung an die Tabellenspitze. Für Coach Peter Pacult war das schnelle 0:1 spielentscheidend. "Wir sind 65 Minuten einem Tor nachgelaufen, das nie hätte passieren dürfen. Das frühe Gegentor hat uns große Probleme bereitet", betonte der Rapid-Trainer.

Ähnlich sah es der nach zuletzt vier gegentorlosen Pflichtspielen wieder bezwungene Rapid-Goalie Helge Payer. "Wir haben nicht gewusst, wie wir auf die schnelle Führung reagieren sollen, haben es nicht geschafft, den Fehler wiedergutzumachen", sagte der 28-Jährige. Pacult will nun vor den für Rapid richtungsweisenden nächsten zwei Wochen mit den Matches gegen Tiflis beziehungsweise in der Meisterschaft gegen Red Bull Salzburg (h), Ried (a) und Sturm Graz (a) klare Worte finden. "Denn auch beim zweiten Tor waren wir nicht konzentriert genug."

(apa/red)