Auch zwei deutsche Muslime dabei: Terror-Islamisten drehten bereits Abschiedsvideo!

Von Rhein-Main-Gebiet aus blutige Anschläge geplant US-Basis bei Stuttgart sollte Ziel von Attentat werden

Auslöser der jüngsten Terrorwarnungen zu einem unmittelbar drohenden Anschlag in Deutschland war laut "Focus" eine fünfköpfige Islamisten-Gruppe aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die Gruppe habe bereits Abschiedsvideos der potenziellen Attentäter gedreht, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Ermittlerkreise der Bundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamts. Zu der Gruppe gehörten zwei deutsche Konvertiten sowie drei Türken mit deutschen Pässen.

Die beiden US-Fernsehsender CNN und ABC hatten am Freitagabend berichtet, dass Sicherheitskreise in Washington vor einem direkt bevorstehenden Anschlag auf das europäische Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in der Nähe von Stuttgart gewarnt hätten.

Das deutsche Innenministerium hat die Berichte zurückgewiesen. Die Meldungen gingen auf die längst bekannte US-Warnung von vor einigen Wochen zurück. Der Sprecher des US-Außenministeriums konnte ebenfalls nicht bestätigen, dass es eine konkrete neue Terrordrohung gebe.

Die fünf deutschen Islamisten gehören laut "Focus" der Al-Kaida-nahen Terrorgruppe Islamic Jihad Union an, die in Usbekistan 52 Menschen ermordete. Die verdächtige Gruppe aus dem Rhein-Main-Gebiet wurde in Pakistan militärisch ausgebildet. Den deutschen und amerikanischen Sicherheitsbehörden unterliefen bei der Überwachung der verdächtigen Männer angeblich mehrere Fehler. Laut dem Bericht drängte der US-Geheimdienst CIA zunächst im Herbst in Absprache mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz darauf, wegen der Geheimhaltung der Observation die deutsche Polizei nicht zu informieren.

Wenig später habe jedoch der US-Luftwaffen-Geheimdienst (Air Intelligence Agency) das Stuttgarter Polizeipräsidium über die Gruppe unterrichtet. Die Stuttgarter informierten daraufhin alle Landeskriminalämter. Ein Ermittler des Bundeskriminalamts übte im "Focus" scharfe Kritik am Bundesamt für Verfassungsschutz. Dessen Beamte hätten sich mit den Observationswagen vor den Wohnungen der Verdächtigen postiert und seien umgehend entdeckt worden.

(apa/red)