Auch Haider unter Korruptionsverdacht:
Staatsbürgerschaft gegen Geld getauscht?

Millionen für ein Formel 1-Cockpit und Immobilien Einbürgerung in letztem Ministerrat unter Schüssel

Auch Haider unter Korruptionsverdacht:
Staatsbürgerschaft gegen Geld getauscht? © Bild: APA/Jäger

Nach FPK-Chef Uwe Scheuch gerät nun auch sein politischer Ziehvater, Jörg Haider, unter Korruptionsverdacht. Gegen Millionenspenden für ein Formel 1-Cockpit und diverse Immobilienprojekte soll der ehemalige Kärntner Landeshauptmann zwei russischen Investoren zur österreichischen Staatsbürgerschaft verholfen haben.

Patrick Friesacher fuhr in der Saison 2005 elf Rennen in der Formel 1. Laut dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider wurden zwei Millionen Dollar, zum damaligen Kurs 1,66 Mio. Euro, an Sponsorgeldern aufgetrieben, Friesacher trug dafür einen "Kärnten"-Schriftzug am Sturzhelm. Haider sprach von "privaten Geldgebern", sein damaliger Pressesprecher Stefan Petzner erklärte, die Gönner würden weder öffentlich in Erscheinung treten noch eine Gegenleistung für ihr Geld erhalten.

Geschäfte über Haiders Büro
Laut "Kurier" erhielt Friesacher von der Kärntner Hypo einen Kredit, im März und April flossen über das Kreditkonto 1,1 Mio. Dollar an den Minardi-Rennstall. Abgewickelt wurden diese Geschäfte samt und sonders über das Büro Haiders. Dort langte am 13. Juli 2005 ein Fax einer Privatbank aus Wien, die betuchte Russen und Ukrainer betreut, ein. Der Text: "Im Auftrag unseres Kunden bestätigen wir Ihnen hiermit, dass folgender Auftrag durchgeführt wurde: EUR 1,000.000 an Patrick Friesacher für Sponsoring Formel 1, Minardi Team."

Einbürgerung im letzten Ministerrat
Am 10. Jänner 2007 wurden, so schreibt der "Kurier" die Staatsbürgerschaftsanträge von Alexey B., 42, und Artem B., 46, im Ministerrat genehmigt. Tags darauf wurde Alfred Gusenbauer zum Bundeskanzler angelobt. Franz Koloini, ehemals Protokollchef Haiders, erklärte, er könne sich erinnern, dass "der eine Formel-1-Sponsor so hieß, wie Sie sagen". Die beiden Russen steckten über die BB Hotel Investment & Consulting GmbH nämlich vorübergehend noch kolportierte zwei Millionen Euro in das Projekt "Blumenhotel", das "Impulse für die gesamte Region Mittelkärnten setzt", wie Haider damals stolz erklärte. Das Hotel erhielt zudem mehr als zehn Millionen Euro öffentliche Förderungen. Ob auch Parteispenden flossen, wie sie der jetzige FPK-Chef Uwe Scheuch in einem Gespräch im Sommer vergangenen Jahres als "part of the game" bezeichnet haben soll, ist nicht bekannt.

(apa/red)

Kommentare

frage an news . . . . . . in österreich gibt es doch, gott sei dank, die amtshaftung. wenn ihr da mal nachbohren könntet . . . und wenn ihr damit bei der braunen brühe anfangen würdet, würden sich die anderen auch schneller bewegen . . . da hättet ihr die nächsten jahre viele top-seiten . . .

Wenn die Claudia das gewußt hat ,muß man auch Sie zur Verantwortung einbeziehen,am besten so schnell wie möglich in U-Haft nehmen, dafür ja nichts gegen Grasser unternehmen,er ist doch ein Saubermann ! Er war doch unser bester Finanzminister !

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Viele Sportler, wenn sie gut waren ,wurden eingebürgert, das wußte doch jeder Österreicher ! Nur die Kärntner dürfen das nicht machen ! Eine Scheinheiligkeit ist doch das !!! Einen der Millionen investiert bei uns ,die Staatsbürgerschaft nicht zu geben ,so blöd können doch nur die Österreicher sein! Aber die Arigona ,die unseren Staat zum Narren hält ,die will man behalten ,kein Wunder wenn,der HC Strache ,ohne viel dazutun immer mehr Stimmen bekommt !!!

keinbrauner melden

Re: Viele Sportler, wenn sie gut waren ,wurden eingebürgert, das Der Russe hat 1 Million investiert und das Land Kärnten ihm 10 millionen dazu geschenkt. Traumhafte Geschäfte.

Russen Wenn keine Abfangjäger oder ähnliches Kriegsgerät angeschaftt wird, muß man halt Russen einbürgern.

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Glaube ich sofort Kärnten ist in den letzten Jahren im Geld geschwommen- bzw. gewisse Funktionäre. Die Bedingungen waren aber so in etwa in jedem Bundesland die gleichen. Nur dort hat alles geboomt.

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Re: Glaube ich sofort Kärnten ist nie in Geld geschwommen. Das wurde von Politikern wie Haider Schgeuch oder Dörfler der Bevölkerung immer r vorgegaukelt. Seebühne, Stadion, Hypo usw. waren immer Zuschussprojekte. Heute wird pro Jahr allein für den Betrieb des Stadion 1 Millione Euro benötigt. Die Seebühne ist schwer defizitär und zuschusswürdig. Das Tibethotel in Hüttenberg ist so wie das Schlosshotel Velden schwer defizitär und so könnte man die Liste unendlich lange fortsetzen und dass die Hypo pleite ist, weiß auch jeder. Wo also war da jemals Geld vorhanden bitte sehr? Hast du dich auch vom Haider von Scheuch und Dörfler und deren Gewäsch auch blenden lassen?

Nur eine Frage Hat irgendjemand noch irgendwelche Zweifel wer da ein Oberganuner war und wer nicht?

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