Auch die BAWAG will Geld vom Hilfspaket:
400 Millionen Euro um Kapital aufzustocken

Eigenkapitalquote erhöht sich damit auf zehn Prozent Noch kein finales Okay aus Brüssel für Bankenpaket

Auch die BAWAG will Geld vom Hilfspaket:
400 Millionen Euro um Kapital aufzustocken © Bild: APA/Harald Schneider

Auch bei der heimischen BAWAG P.S.K. laufen Überlegungen auf Hochtouren, das staatliche Banken-Hilfspaket zu nutzen. "Es gibt Vorgespräche mit Finanzmarktaufsicht und Notenbank", bestätigt Regina Prehofer, Vorstand für das Privat- und Firmenkundengeschäft. Die BAWAG könnte sich zwischen 300 und 400 Millionen Euro Staatsgeld holen.

Inoffizielle Berechnungen würden davon ausgehen, dass sich die BAWAG zwischen 300 und 400 Mio. Euro vom Staat holen wird - aus "Wettbewerbsgründen", wie es heißt. Damit könnte die Eigenkapitalquote von derzeit 8,6 Prozent leicht auf mehr als 10 Prozent gesteigert werden. "Neun bis zehn Prozent oder sogar darüber sind derzeit international gefordert", so Prehofer gegenüber dem "Wirtschaftsblatt".

Partizipationskapital
Klar ist die mögliche Form: "In Österreich gibt es das Modell mit Partizipationskapital, und das ist vernünftig." Mit einer Verzinsung für die Republik von acht Prozent hätte Prehofer kein Problem. "Kapital hat momentan eben seinen Preis."

Wann das Staatsgeld fließen könnte, ist noch offen. Prehofer: "Das hängt ja nicht nur von uns ab." Nachdem es aus Brüssel nach wie vor kein finales Okay für die Erste Bank gibt, die sich wie berichtet 2,7 Mrd. Euro ausborgen möchte, wird es auch bei der BAWAG noch dauern. Dass es sich noch heuer ausgeht, gilt dem Bericht zufolge mittlerweile als unwahrscheinlich.
(apa/red)