Auböck bei Schwimm-WM in Doha über 400 m Kraul Achter

von Auböck bei Schwimm-WM in Doha über 400 m Kraul Achter © Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/ALEX SLITZ

Felix Auböck schwamm im WM-Finale hinterher (Archivbild)

Felix Auböck hat bei der Schwimm-WM in Doha über 400 m Kraul Edelmetall klar verpasst. Der Niederösterreicher, der als Vorlauffünfter die Medaillenentscheidung erreicht hatte, schwamm am Sonntag im Finale hinterher und wurde nur Achter. Gold holte sich der Südkoreaner Kim Woo-min. Über 200 m Lagen der Frauen erreichte Lena Kreundl das Semifinale und wurde dort 13., Bernhard Reitshammer verpasste den Aufstieg über 100 m Brust genauso wie Simon Bucher im Delfinsprint.

Auböck hatte im Finale seine Bestzeit (3:43,58 Min.) angreifen wollen, das misslang völlig. War er nach 100 m noch Sechster, so fiel der OSV-Athlet nach vier Bahnen auf die achte und letzte Position zurück und behielt diese bis zum Schluss. In 3:51,60 Minuten schlug der Österreicher an, knapp neun Sekunden hinter Sieger Kim (3:42,71). Silber ging an den Australier Elijah Winnington (3:42,86), Bronze an den Deutschen Lukas Märtens (3:42,96).

"Etwas war eindeutig falsch und hat nicht geklappt. Schwer zu sagen, was das war. Ich wollte natürlich mehr und ich ärgere mich schon sehr", erklärte Auböck. "Wenn man so weit kommt und es geht im Finale so in die Hose, dann tut das extrem weh." Für den 27-Jährigen war es über seine Paradestrecke die nächste Enttäuschung bei einem Großereignis. Im Vorjahr war er bei der WM in Fukuoka ebenfalls Achter geworden, zu Rang sieben reichte es bei der Kurzbahn-EM im Dezember in Rumänien.

Auböck bleibt damit vorerst ohne Langbahn-WM-Medaille. Für Frust ist aber keine Zeit, bereits am Montag geht es für ihn über 200 m Kraul weiter, am Dienstag folgt der 800-m-Bewerb. "Ich habe in den 200 eine gute Chance auf das Semifinale und hoffentlich aufs Finale. Ausschwimmen, abschließen, sich darüber ärgern und morgen wieder aufstehen und voll dabei sein", lautete für den Athleten die Marschrichtung.

Für Kreundl, Kurzbahn-EM-Dritte über die 200 m Lagen, war es das erste Langbahn-WM-Semifinale überhaupt. Dort schwamm sie mit 2:13,72 Minuten Saisonbestzeit, im Vergleich zum Vorlauf steigerte sich die 26-Jährige um 31/100 Sekunden. Das Finale verpasste die Oberösterreicherin um gute eineinhalb Sekunden. "Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Es war die zweitschnellste Zeit, die ich jemals erreicht habe. Die Tendenz stimmt. Der Rennverlauf war leider nicht ganz flüssig. Ich war nicht so im Tunnel, wie ich es normal von mir kenne. Aber es war okay", sagte Kreundl, die nun am Donnerstag mit der 4 x 200 m Kraul-Staffel um einen Quotenplatz für Olympia kämpft.

Buchers Verpassen des 50-m-Semifinales kam unerwartet, auch wenn 100 m Delfin seine Hauptstrecke ist. Zunächst war der Tiroler in 23,53 Sek. um 0,48 Sek. über seinem österreichischen Rekord geblieben. In einem Dreier-Swim-off um einen Aufstiegsplatz wurde Bucher in 23,54 um 0,12 Sek. hinter Tzen Teon aus Singapur Zweiter. "Ich bin schon enttäuscht. Ich kann nicht genau sagen, woran es gelegen ist. Es hat sich nicht so schlecht angefühlt", erklärte der 23-Jährige. Im Bewerb über 100 m am Freitag wolle er nun "noch einmal alles reinhauen".

Reitshammer blieb auf der mittleren Brustdistanz in 1:00,50 Min. (18.) klar über dem nationalen Rekord und mit 1,01 Sek. Abstand noch deutlicher über der Olympia-Norm. Den Aufstieg versäumte er aber nur um 0,03 Sek. Auch Reitshammer gab an, sich im Wasser eigentlich ganz gut gefühlt zu haben. "Es ist richtig schwer, zu sagen, was es war. Ich bin schon ziemlich enttäuscht", gab der Kurzbahn-Europameister über 100 m Lagen an. Er müsse nun seinen WM-Fahrplan rund um den fixen Staffel-Einsatz mit dem Trainer besprechen. Am Montag stehen die 100 m Rücken auf dem Programm.

Am Rande der Wettkämpfe wurden die Weltmeisterschaften 2029 an Peking vergeben. 2025 wird es in Singapur und 2027 in Budapest um Medaillen gehen. Der Zweijahres-Rhythmus mit den Titelkämpfen in ungeraden Jahren war durch die Corona-Pandemie durcheinander gekommen.