AUA-Vorstand ohne Partnerpräferenzen:
Suche nach 'langfristig besten Perspektiven'

Bieterprozess wird von ÖIAG und Merril Lynch geführt Belegschaft tendiere in Richtung Air France/KLM

AUA-Vorstand ohne Partnerpräferenzen:
Suche nach 'langfristig besten Perspektiven' © Bild: APA/Schneider

Das Management der vor einer weiteren Privatisierung stehenden Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) steht allen potenziellen Kaufinteressenten neutral gegenüber. Es gebe keine Präferenzen in irgendeine Richtung, unterstreicht das Unternehmen in einer Stellungnahme. Zu dieser Klarstellung sieht sich die AUA durch "aktuelle Äußerungen in der Öffentlichkeit" veranlasst. Es entstehe der Eindruck, es gebe eine Präferenz in Richtung Lufthansa.

"Nachdem dem AUA-Management von mehreren Seiten unterstellt wurde, dass die Lufthansa der Wunschkandidat sei, stellt der Vorstand der Austrian Airlines klar: Das Management der Austrian Airlines ist allen potenziellen Interessenten gegenüber vollkommen neutral und wird im Rahmen seiner Möglichkeiten beitragen, dass derjenige Interessent zum Zug kommt, der die langfristig besten Perspektiven für das Unternehmen im Sinne des Privatisierungsauftrages bietet", heißt es in der AUA-Stellungnahme.

Der Bieterprozess werde von der staatlichen Beteiligungsholding ÖIAG (42,75 Prozent der AUA-Anteile) und der von ihr beauftragten Investmentbank Merrill Lynch "ergebnisoffen und in EU-konformer Weise geführt". Äußerungen über die Intentionen potenzieller Interessenten vor dem Vorliegen fundierter Angebote "entbehren jeglicher Grundlage", stellt die AUA klar. "Einzelne Äußerungen, die derzeit den Medien zu entnehmen sind, spiegeln dagegen Einzelinteressen wider, die sich nicht mit den Interessen von Austrian Airlines und des Standortes decken."

Eine von AUA-Belegschaftsvertretern für den 3. September einberufene außerordentliche Aufsichtsratssitzung sei mittlerweile wieder abgeblasen worden, heißt es aus Betriebsratskreisen. In der Sitzung hätten sich Belegschaftsvertreter offenbar gegen einen Verkauf an die Lufthansa wehren wollen. Die Belegschaft tendiere mehrheitlich in Richtung Air France/KLM, heißt es.

(apa/red)