AUA-Verkauf: Deutsche Lufthansa bestätigt Interesse an einem "intensivem Dialog"

AUA und Lufthansa sind seit Jahren wichtige Partner Deutsche Fluglinie bietet nicht um Alitalia mit

AUA-Verkauf: Deutsche Lufthansa bestätigt Interesse an einem "intensivem Dialog" © Bild: EPA/Dedert

Positive Signale aus Deuschland. Die Fluglinie Lufthansa hat die Verkaufspläne der österreichischen Regierung für die angeschlagene Austrian Airlines (AUA) begrüßt. Es sei gut, dass die Fluggesellschaft privatisiert werde, sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer, und versichtert das ein Interesse von Lufthansa Seite besteht.

Wenn die österreichische Regierung auf die Lufthansa zukomme, sei das Unternehmen an einem intensiven Dialog sehr interessiert. Darin solle es darum gehen, wie die Partnerschaft mit AUA weiterentwickelt werden könne, so der Manager.

Die AUA ist seit Jahren ein wichtiger Partner der Lufthansa. Sie verfügt über ein Drehkreuz in Wien und trat im Jahr 2000 dem Bündnis Star Alliance bei, dem auch die Lufthansa angehört. Der deutsche Konzern kaufte bereits die Schweizer Fluggesellschaft Swiss, die als Tochter weiterbesteht. Lauer sagte, die "integrierte Eigenständigkeit" sei der richtige Ansatz für eine grenzüberschreitende Fusion.

Angesichts vieler angeschlagener kleiner Gesellschaften ist die Konsolidierung auf dem europäischen Markt in vollem Gange. Nach Lauers Worten beobachtet die Lufthansa weiter die Lage auf dem italienischen Markt. Dort kämpft die Alitalia ums Überleben. Lauer sagte, es sei nachträglich die richtige Entscheidung gewesen, vorerst nicht für Alitalia zu bieten. Derzeit verhandeln British Airways und die spanische Iberia über eine Fusion. Air France und die niederländische KLM gingen bereits im Jahr 2004 zusammen.

Verlust von 90 Millionen Euro
Die österreichische Regierung hatte zuvor die vollständige Privatisierung der AUA beschlossen. Bedingung ist, dass 25 Prozent in österreichischer Hand bleiben. Die AUA erwartet im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust zwischen 70 und 90 Millionen Euro. Bisher hält die Österreichische Verstaatlichten-Holding ÖIAG 43 Prozent.

Besorgt zeigte sich der Lufthansa-Vorstand über die Wirtschaftsentwicklung. "Wir müssen damit rechnen, dass das Konsumverhalten sich gegen Ende des Jahres ändert", sagte er.
(apa/red)