AUA-Treffen um Deeskalation bemüht:
Fortsetzung der Lohnverhandlungen in Kürze

Vorstand an Verhandlungstisch zurückgefordert

AUA-Treffen um Deeskalation bemüht:
Fortsetzung der Lohnverhandlungen in Kürze © Bild: APA/Techt

In Kreisen der AUA-Kollektivvertragspartner wird nach aktuellen De-Eskalationsbemühungen davon ausgegangen, dass Anfang kommender Woche die Verhandlungen weiter geführt werden können. Laut Boden-Betriebsratschef Junghans wurde der Vorstand der Fluggesellschaft aufgefordert, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er warf dem Management vor, es habe die Runde zuvor platzen lassen.

Es gebe erste Signale von Seiten des Vorstands, weiter zu verhandeln, die seien aber noch "hochgradig unkonkret", sagte Junghans. Beim ersten Teil der Protestversammlung am Vormittag vor der AUA-Zentrale am Flughafen, bei dem auch Medien dabeiwaren, haben sich 596 Beschäftigte in die Teilnehmerlisten eingetragen. Am Nachmittag wurde nichtöffentlich fortgesetzt, in der AUA-"Technik". Die Flugzeugwerfthallen sind für die Öffentlichkeit tabu. Da waren nach Betriebsratsangaben nochmals 400 Leute dabei. In Anbetracht eines mehrheitlichen Schichtbetriebs und bei den schlechten Wetterverhältnissen ein "toller Besuch", wie es im Betriebsrat hieß.

Junghans selber pocht auf einen raschen Tarifabschluss für die rund 3.500 kaufmännisch-technischen Mitarbeiter, aber ohne Junktim, das eine Gruppe von 500 Beschäftigten betrifft. Eine Verknüpfung mit der mit dem Management bis gestern strittigen Frage der neuen Schichtpläne für die Technik-Mitarbeiter (Flugzeugmechaniker) lehnt er ab. Junghans geht davon aus, dass in der Belegschaft schon nächste Woche über die neue Schichtgestaltung abgestimmt werden kann. Werde dies mehrheitlich angenommen, sei das einfach umzusetzen. "Da braucht man dann gar nicht mehr verhandeln." (apa/red)