AUA will den Streik wegverhandeln: Neue Gespräche rund um Bodenpersonal geplant

AUA-Sprecher sicher: "Es wird keinen Streik geben" Vorstand stellt allen Mitarbeitern Prämien in Aussicht

AUA will den Streik wegverhandeln: Neue Gespräche rund um Bodenpersonal geplant © Bild: APA/Jäger

Im Arbeitskonflikt bei der AUA um die Gehälter für die mehr als 2.500 Techniker und kaufmännischen Angestellten ist heute ein entscheidender Tag. Denn heute liegt das Ergebnis einer Urabstimmung über einen Streik im Jänner vor. Das Bodenpersonal will die Arbeit niederlegen, sollten die Streitparteien wieder nicht vom Fleck kommen.

Heute Nachmittag setzen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zunächst aber wieder an einen Tisch. Ein AUA-Sprecher: "Wir sind zuversichtlich, dass wir eine Einigung erzielen. Es wird keinen Streik geben."

Einigung oder doch Streik?
Eine Einigung müsse, so der Airline-Sprecher, nicht zwingend heute erfolgen, aber doch innerhalb der nächsten Tage. Der Unternehmenssprecher verwies auf eine "intakte Gesprächskultur." Ob die nach dem Abbruch und ersten Protest-Betriebsversammlungen vom Dezember eingelegte Verhandlungspause zu neuen Angeboten der Arbeitgeberseite geführt hat, wurde bisher nicht kommuniziert. In der Gewerkschaft indes ist ein Aktions- und Streikkomitee mit Vorbereitungen für einen Arbeitskampf befasst.

Streitthema Inflationsabgeltung
Im Wesentlichen geht es in dem Streit um eine Inflationsabgeltung für die Boden-Mitarbeiter. Die AUA wollte dies bei Technikern und kaufmännisch Beschäftigten nur Beziehern niedriger Einkommen zugestehen. Die Gewerkschaft fordert allerdings einen vollen Inflationsausgleich für alle Lohnklassen.

Vorstand stellt Prämien in Aussicht
Der AUA-Vorstand pochte in der bisherigen (gescheiterten) Runde darauf, dass für einen Teil der Boden-Beschäftigten der aktuelle Kollektivertrag bis 2012 gilt - was für 2011 für ein Drittel der Boden-Mitarbeiter eine Nulllohnrunde bedeutete - und verweist zudem auf Biennalsprünge. Also zweijährige Vorrückungen um jeweils 5 Prozent, die ohnedies eine 2,5-prozentige jährliche Lohnerhöhung bedeuteten. Sobald die AUA wieder aus den Verlusten sei (geplant ist dies für 2012), wollte er eine Gewinnbeteiligung in Form von Prämien für alle Mitarbeiter anbieten.

(apa/red)

Kommentare

Die Belegschaft der AUA war schon immer alles andere als leistungsbewusst. Wie hätte es sonst sein können, dass sie zwischendurch bei der Verlässlichkeit des Gepäcktransportes (Ankunft des Koffers dort, und zwar zur selben Zeit, wie sein Besitzer landet) an vorletzter Stelle lag. Die Deutschen werden denen schon zeigen, was Leistung heisst. Gut so!

Kontrollorgan melden

Unternehmen am Ende Zuerst musste die AUA an die Lufthansa verschenkt werden, sowohl Personal als auch, im speziellen, der Betriebsrat scheinen nichts daraus gelernt zu haben. Einen AUsgleich über die komplette Inflationsrate ist in kaum einer Branche möglich. Bei so einem Vorschlag einen Streik überhaupt nur anzudenken ist realitätsfremd. Der Ausgeich der Inflation für die niedrigen Gehälter und eine parallelverschiebung auf die Istlöhne wäre sozial gerecht und zumutbar. Ausgerchnet die Gewerkschaft hat damit Probleme? Seltsam.

Berndorferbaer melden

Re: Unternehmen am Ende ja so ist es eben. mich würde nur interessieren, wenn\'s den betrieb eingestellt hätten, wo wären die hingegangen zum streiken? die verdienen nach wie vor eine goldene nase, obwohl der betrieb nicht alzugut dasteht. es ist unverantwortlich, auch gegenüber dem österreichischen steuerzahler, der ja für das lufthansageschenk tief in die taschen greifen muß.

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