AUA legt holprigen Start ins neue Jahr hin:
Airline in Quartal 1 mit 88,1 Mio. € im Minus

In ersten drei Monaten Umsatzeinbruch um 16,5 % Wirtschaftskrise beeinträchtigt osteuropäische Ziele

AUA legt holprigen Start ins neue Jahr hin:
Airline in Quartal 1 mit 88,1 Mio. € im Minus © Bild: APA/Hochmuth

Die Austrian Airlines taumeln derzeit von einer Hiobsbotschaft zur nächsten. Die vor der Übernahme durch die Lufthansa stehende Fluglinie kann sich auch in den ersten drei Monaten des Jahres nicht aus der Abwärtsspirale befreien: Das Quartalsergebnis weist Verluste in Höhe von 88,1 Millionen Euro aus, der Umsatz ist dramatisch um 16,5 Prozent eingebrochen. Hauptverantwortlich dafür: Osteuropa.

Denn die Wirtschaftskrise betreffe mittlerweile auch zahlreiche - für die AUA besonders wichtige - Länder in Zentral- und Osteuropa, so die AUA, "was zu einer temporären Abnahme der für uns zentral wichtigen Verkehrsströme" führe. Man sei aber bestrebt, "das Netz durch den Einsatz kleinerer Flugzeuge zu erhalten".

Der AUA-Vorstand gab sich aber weiter optimistisch, dass die Übernahme durch die Lufthansa Mitte 2009 abgeschlossen sein wird. "Es spricht nichts dagegen, dass wir das Closing Mitte 2009 erreichen werden", betont Vorstand Peter Malanik gegenüber der APA. Er sieht auch trotz des Quartalsverlusts von fast 90 Mio. Euro keine existenzielle Gefahr für die AUA. "Wir sind derzeit in keiner kritischen Liquiditätssituation und wir schaffen es auf jeden Fall in die liquiditätsstärkeren Sommermonate", sagte er. In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation seien Prognosen aber nicht möglich.

Voraussetzung für den Abschluss der Übernahme der AUA ist einerseits, dass die Lufthansa bis 11. Mai 75 Prozent der Aktien an der AUA bekommt. Andererseits braucht es grünes Licht von der EU-Kommission sowohl für die geplante Mitgift an die Lufthansa von 500 Mio. Euro, als auch für den Zusammenschluss selbst, dessen Anmeldung unmittelbar bevorstehen soll.
(apa/red)