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Massenflucht vorerst abgewendet

"Nur" 80 Piloten-Abgänge. Verbleib von AUA-Bordbetriebsratschef gab Ausschlag

AUA - Massenflucht vorerst abgewendet © Bild: APA/Jäger

Die drohende Massenflucht des Bordpersonals der AUA (Austrian Airlines) ist vorerst abgewendet: Durch den Betriebsübergang auf Tyrolean werden zwar weitere Piloten die Airline verlassen, allerdings gehen die Zahlen doch nicht in die Hunderte. AUA-Bord-Betriebsratschef Karl Minhard gab am Freitag seinen Verbleib als Pilot und als Belegschaftsvertreter bekannt. Das sei ein Signal auch für andere Piloten gewesen, sagte Minhard vor Journalisten nach der Betriebsversammlung.

"Wären wir gegangen, wäre der Kollaps perfekt gewesen", meinte Minhard. Man habe damit Augenmaß bewiesen. Jetzt will er Signale vom Vorstand.

80 Piloten und 170 Flugbegleiterinnen gehen
Mit gestrigem Datum seien es 80 Piloten und 170 Flugbegleiterinnen, die das Unternehmen wegen des Übergangs verlassen. 43 der 80 Piloten hatten schon davor einvernehmlich den Abschied bekanntgegeben. Bis Ende Mai dürften zwar noch einige dazu kommen. Anderseits habe die persönliche Entscheidung der führenden Belegschaftsvertreter viele andere bewogen, an Bord zu bleiben, hieß es am Freitag.

Von 17 Bord-Betriebsratsmitgliedern wählten zwei (Piloten) den Abgang. Minhard und seine weiteren verbliebenen Kollegen "wollen weiter für die Rechte der Mitarbeiter kämpfen", wie er sagte. Bisher laufen sechs Klagen gegen den Zwangsumstieg, nächste Woche geht die Gewerkschaft zum Obersten Gerichtshof (OGH). Den Betriebsübergang selbst wertet Minhard weiter als "Schwachsinn", den er immer noch wegverhandeln will.

Malanik verlässt Airline per sofort
Unterdessen hat die AUA den Abschied ihres Chief-Operating-Officer Peter Malanik (50) aus dem Vorstand bekanntgegeben. Der Abschied Malaniks nach 27 Jahren bei der AUA, seit 2008 als Vorstandsmitglied, erfolge "im beiderseitigen Einvernehmen zum 25. Mai 2012". Seine Vorstands-Agenden sollen CEO Jaan Albrecht und CCO Karsten Benz übernehmen.

Kommentare

Lieber powervomland Ich bin viel fliegende AUA Kundin und ich wünsche mir SICHER von A nach B zu kommen. Es ist nicht im Kundeninteresse von Piloten geflogen zu werden, die um ihre Existenzen bangen müssen oder nicht wissen wie es weitergeht. Ich empfinde es geradezu als eine Zumutung wie mit Flugkapitänen, in deren Händen das Leben von Passagieren liegt, umgegangen wird. Ich möchte auch keine devoten Kapitäne, die sklavisch den kommerziellen Vorgaben Folge leisten und dadurch womöglich Risikosituationen in Kauf nehmen. Vielmehr erwarte ich selbstbewusste Kapitäne, die den Mut haben, im Einzelfall auch entgegen der Richtlinien z.B. mehr Sprit zu tanken, da Sicherheitsinteressen den Vorrang haben - tut leid, aber betriebswirtschaftliches Denken ist bei Risikosituationen nicht prioritär.

powervomland melden

Wichtigtuer! Minhard nimmt sich zu wichtig, und schätzt die Situation auch noch völlig falsch ein.
Nicht eine einzige Airline würde Minhard anstellen. Kein CEO, kein AR würde da ja sagen.

Alles nur Agitation, um seine "wohlerworbenen" Rechte durchzusetzen. Keine Rücksicht auf junge Leute, auf Familien. Die Drohung, das es Massenabwanderung geben würde. Schall und Rauch
Die AUA soll ihn feuern!

Lisa2388 melden

Re: Korrektur Wichtigtuer! @powervomland: Sorry, Ihr Posting hat sich für Korrektur angeboten….

Wichtigtuer !
Jaan Albrecht nimmt sich zu wichtig, und schätzt die Situation auch noch völlig falsch ein. Nicht eine einzige Airline würde Jaan Albrecht anstellen. Kein Aufsichtsrat würde da ja sagen.

Alles nur Agitation, um die wohlerworbenen Vorstandsbezüge samt Prämien durchzusetzen. Keine Rücksicht auf junge Leute, auf Familien. Die Drohung, dass es Flugausfälle geben würde, Schall und Rauch.
Die Lufthansa soll den Vorstand neu besetzen !

powervomland melden

Re: Wichtigtuer! @ lisa 2388:
Ihre "Korrektur" ist vom Ausdruck gelungen, aber sachlich nicht relevant.
Denken Sie wirklich, daß irgendjemand mit diesen Argumenten des BBR mitkann? Mit Sicherheit nicht die Kunden. Möchten Sie als Kunde davon abhängen, ob die p.t. Piloten sich fit fühlen oder "heute keinen Biss" haben? Wir sicherlich nicht.
Haben Sie schon jemals ein Unternehmen geführt und damit die Verantwortung für die Zukunft? Mit der gegenwärtigen Gehaltsstruktur der AUA kann KEIN Unternehmen weiter existieren. Damit sind Jobs und Standorte gefährdet. Möglich war dies nur durch eine gewerkschaftliche Einflussnahme, die ihresgleichen sucht. Albrechts Vorgänger sind an dieser Betoniererhürde gescheitert. Das Unternehmen AUA auch.

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