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Ein Kollektivvertrag für alle?

Gewerkschaft und Betriebsräte weiter uneins. 45 Piloten wollen freiwillig gehen.

AUA - Ein Kollektivvertrag für alle? © Bild: APA/Jäger

Der Streit zwischen Transportgewerkschaft vida und dem Betriebsrat der AUA-Tochter Tyrolean geht weiter. ÖGB-Chef Foglar pocht weiterhin auf einen gemeinsamen Konzern-Kollektivvertrag für AUA und Tyrolean und sieht hier eine gemeinsame Vorgehensweise der Betriebsräte der beiden Airlines. "Ziel ist ein Konzern-KV auf Augenhöhe", betonte Foglar.

Eine Aufhebung der zuletzt getätigten Kündigung des Tyrolean-KV gebe es nicht. Kurz zuvor hatte hingegen Thomas Blaska, Vorsitzender der Personalvertretung Tyrolean Board, nach Ende der vormittäglichen Sondierungsgespräche mit Foglar noch einmal betont, dass es keine Einigung gebe und nach wie vor die "gemeinsame Augenhöhe" fehle.

Foglar meinte, dass er keinen Konflikt zwischen der GPA, der ein erheblicher Teil der Tyrolean-Betriebsräte angehören, und der Transportgewerkschaft vida sowie dem ÖGB sieht. Die anwesenden Betriebsräte von AUA und Tyrolean hätten bei einer nächtlichen Sitzung von Montag auf Dienstag an einem Strang gezogen, dies sei auch schriftlich festgehalten worden.

Gemeinsamer Konzern-KV angestrebt
Bei der AUA wird grundsätzlich ein Konzern-Kollektivvertrag angestrebt. Nun müssen die Betriebsräte in ihren Gremien darüber abstimmen. Ab Mittwoch soll verhandelt werden. Inzwischen haben laut "Standard" bereits 45 AUA-Piloten angekündigt, freiwillig die Airline zu verlassen. Das sei weit mehr als erwartet. Die betroffenen Piloten hätten bei der Personalabteilung um ihre Abfertigung angesucht. Nun werde über einvernehmliche Lösungen im Vorfeld des noch immer geplanten Betriebsübergangs auf Tyrolean gesprochen.

Standardisierte Abfertigungsangebote gebe es nicht. In dem Zeitungsbericht ist von einer Sonderabfertigung im Zuge des Betriebsübergangs (bei KV-alt bis zu 39 Monatsentgelte, das sind bis zu 500.000 Euro) abzüglich des bis 2015 laufenden fünfprozentigen Gehaltsverzichts die Rede. Dazu bekämen Ausscheidende ein Jahr lang Stand-by-Tickets und Gratis-Flugscheine für maximal vier Personen. Der AUA-Konzern bremst laut "Standard" allerdings. Man wolle "taktisch die Luft rauslassen, damit nicht beim Betriebsübergang im Juli die erwarteten 200 Abgänge auf einmal kommen", wird ein Insider zitiert.