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AUA-Crewmitglieder fühlen sich unter Druck gesetzt

"Krone": Anschuldigungen gegen Vorgesetzte

Von Beschäftigten des fliegenden Personals der AUA (Austrian Airlines) werden laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" (Samstag) Vorwürfe gegen Vorgesetzte und Management erhoben: An Sonntagen zw. freien Tagen läute um sechs Uhr früh das Telefon, man werde aufgefordert zu fliegen. Dienstpläne würden ohne Wissen der Mitarbeiter geändert, und von "internen Krankenstands-Limits" ist auch die Rede.

Wer ein solches "Limit" an Krankenstandstagen überschreite, dessen Vertrag werde nicht verlängert, lautet einer der Vorwürfe. Dem AUA-Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger ist dies laut "Krone" auch schon zu Ohren gekommen. Der Betriebsrat arbeite hart dran, die Missstände rasch abzustellen.

Ein AUA-Sprecher sagte am Abend zur APA, er habe auch schon mehrfach gehört, dass diese Vorwürfe im Zuge der laufenden Kollektivvertrags-Verhandlungen erhoben würden. Der Sprecher zeigte sich "erschüttert, dass der Betriebsrat zu solchen Methoden greift. Uns liegt ein wortgleiches Schreiben einer ehemaligen Flugbegleiterin vor, die einen befristeten Vertrag hatte, der nicht verlängert wurde." Crewmitglieder unter Druck zu setzen, wird von der AUA dementiert. Vor allem auch die Sache mit Krankenstandstagen wird vom Airlinesprecher vehement in Abrede gestellt. "Wer krank ist, muss sich auskurieren."

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