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Wiener Börse auf Talfahrt

Massive Verluste wegen Sorgen verbunden mit der Euro-Schuldenkrise.

ATX - Wiener Börse auf Talfahrt © Bild: Reuters

Der Wiener Aktienmarkt hat am Montag erneut mit massiven Verlusten geschlossen. Der ATX ging damit erstmals seit Juli 2009 unter der Marke von 2.000 Punkten aus dem Handel, nachdem er bereits zum Wochenschluss um mehr als fünf Prozent abgerutscht war. Die wachsende Angst vor einer Staatspleite Griechenlands lastete europaweit massiv auf den Bankenaktien. Erste Group verloren um 5,4 Prozent. Raiffeisen sanken um 4,3 Prozent. Der ATX fiel gegenüber Freitag um sehr deutliche 77,41 Punkte oder 3,78 Prozent auf 1.968,72 Einheiten.

In einem unter Druck stehenden internationalen Börsenumfeld ging somit auch in Wien die Kurstalfahrt weiter. Die europäischen Aktienmärkte standen auch zu Beginn der neuen Handelswoche im Bann der Euro-Schuldenkrise, hieß es aus dem Handel. Die wachsende Angst vor einer Staatspleite Griechenlands lastete europaweit stark auf den Bankenaktien. Ein Medienbericht im "Wall Street Journal" , wonach das hochverschuldete Griechenland die nächste Tranche des ersten Rettungspakets vermutlich erhalten werde, unterstützte im Verlauf nur wenig die Aktienkurse.

Erste Group verbuchten einen Kursabschlag von 5,42 Prozent auf 20,43 Euro. Raiffeisen Bank International-Papiere gingen um 4,27 Prozent auf 23,46 Euro zurück. Bereits zum Wochenschluss brachen die Raiffeisen-Titel um elf Prozent ein.

Neben den Finanztitel standen auch zyklische Werte unter Verkaufsdruck. Die Titel des Salzburger Kranherstellers Palfinger schwächten sich um beachtliche 7,88 Prozent auf 13,0 Euro. Wienerberger bauten ein Minus von 5,84 Prozent auf 8,20 Euro. Die Papiere des Leuchtenherstellers Zumtobel sanken um 5,42 Prozent auf 11,35 Euro. Lenzing sackten um 6,41 Prozent auf 74,88 Euro ab.

Verbund-Anteilsscheine gaben um 4,50 Prozent auf 21,20 Euro nach. Zum Versorger wurden mehrere negativere Analystenmeinungen bekannt. Die Experten von Cheuvreux senkten ihr Kursziel von 25,0 auf 22,0 Euro. Bei der Berenberg Bank wurde das Kursziel von 31,00 auf 27,00 Euro nach unten revidiert. Nach Händleraussagen nahm zudem die Deutsche Bank ihr Anlagevotum von "buy" auf "hold" zurück.

Unter den weiteren Schwergewichten sanken voestalpine um 4,38 Prozent auf 22,15 Euro. OMV-Papiere gaben um 2,87 Prozent auf 24,73 Euro nach. Andritz verloren um 2,82 Prozent auf 60,25 Euro und Telekom Austria verschlechterten sich um 2,46 Prozent auf 7,05 Euro.

Kommentare

Talfahrt Jetzt rächt sich die Sorglosigkeit einiger EU Politiker, die seinerzeit Griechenland trotz getürkter Finanzdaten in den Euro-Raum aufgenommen und es nicht Wert befunden haben trotz dieses Wissen die Griechen streng zu kontrollieren und schon vor vielen Jahren den Sparplan vorzuschreiben. Und wer darf das wieder blechen ? Wir alle.
Und wann fordern wir Regress von den Verantwortlichen ?

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