Attacke gegen katholischen Priester in der Türkei: Opfer verlor große Mengen an Blut

Bereits dritter derartiger Angriff seit letztem Februar Mutmaßlicher Täter ist bereits festgenommen worden

Ein französischer Priester ist in der türkischen Hafenstadt Samsun von einem Mann niedergestochen worden. Es war bereits die dritte Attacke auf einen katholischen Geistlichen in der Türkei seit Februar. Der 74-Jährige Pierre Brunissen habe Stichverletzungen an der Hüfte und am Bein erlitten und viel Blut verloren, sagte ein Kirchensprecher. Es bestehe jedoch keine Lebensgefahr.

Der 47-jährige mutmaßliche Täter wurde festgenommen, wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi meldete. Der Mann wurde als geistig verwirrt bezeichnet. Im Februar war ein Pfarrer in der unweit von Samsun gelegenen Stadt Trabzon erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 16-Jähriger, steht derzeit wegen Mordes vor Gericht. Ein slowenischer Geistlicher wurde kürzlich in Izmir angegriffen und mit dem Tod bedroht.

Samsun ist mit etwa 400.000 Einwohnern die größte türkische Stadt am Schwarzen Meer sowie die wichtigste Industrie- und Handelsstadt der Region. Mit dem Republiksgründer Mustafa Kemal Atatürk erlangte die Stadt schlagartig an Bedeutung, als dieser am 19. Mai 1919 von Samsun aus zum Befreiungskampf gegen die Besetzung und Teilung des Landes nach dem Ersten Weltkrieg aufrief. (apa)