ATP-Finale London von

Fehlstart für Jürgen Melzer

Österreicher verliert Auftakt-Doppel gegen Bob und Mike Bryan trotz eines Matchballs

ATP-Finale London - Fehlstart für Jürgen Melzer © Bild: Reuters/Stubblebine

Einen Matchball hatten Jürgen Melzer und Philipp Petzschner gegen die Superstars Bob und Mike Bryan. Am Ende gab es trotzdem eine knappe 7:6(4), 5:7, 7:10-Niederlage zum Auftakt des ATP-World-Tour-Finales in London.

Nach dem knappen Gewinn des hartumkämpften ersten Satzes marschierten Melzer/Petzschner im zweiten Durchgang scheinbar unaufhaltsam in Richtung Sieg und servierten beim Stand von 5:3 auf das Match. Dann aber legten die Gegner den Schalter um, wehrten einen Matchball ab und glichen mit vier gewonnenen Games in Folge aus.

Das entscheidende Tie-Break brachte erst eine schnelle 4:1-Führung der Bryans, noch einmal kämpften sich Melzer/Petzschner aber auf 7:8 heran. Mit einem unerwarteten Volley-Fehler leitete Melzer dann allerdings die Niederlage ein, Bryan/Bryan verwerteten ihren ersten Matchball souverän.

Die weiteren Gegner von Melzer/Petzschner in Gruppe A sind Mahesh Bhupathi/Leander Paes (IND) und Robert Lindstedt/Horia Tecau (SWE/ROM). Das direkte Duell am Montag sicherte sich die schwedisch-rumänische Paarung mit 7:6(6),6:1. Bereits im Vorjahr hatte es Melzer an Petzschners Seite zum Finale geschafft, nach zwei Niederlagen und einem Sieg war aber nach der Gruppenphase Schluss gewesen.

Murray mit Problemen
Die britische Tennis-Hoffnung Andy Murray steht bereits nach ihrem ersten Spiel bei den ATP World Tour Finals in London vor dem Aus. Der 24-jährige Schotte laboriert an Leistenbeschwerden, die ihn auch bei seiner 4:6,5:7-Auftaktniederlage gegen den Spanier David Ferrer stark behinderten. Sogar eine Aufgabe beim finalen Saisonhöhepunkt sei laut Murray möglich.

"Ich werde morgen entscheiden, ob ich weiterspiele oder nicht", erklärte der Weltranglisten-Dritte. "Wenn es kein Grand Slam oder nicht dieses Turnier wäre, würde ich sicher nicht spielen." Als erster Ersatzmann müsste der Serbe Janko Tipsarevic einspringen.

Murray war als einer der Mitfavoriten nach London gekommen, hatte er doch im Herbst unter anderem 17 Spiele in Folge und damit die Turniere in Bangkok, Tokio und Shanghai gewonnen. Nun könnte der Schotte die beiden ausständigen Gruppenspiele gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und den Tschechen Tomas Berdych gewinnen müssen, um ins Halbfinale einzuziehen. Berdych hatte zuletzt im Viertelfinale von Paris Murrays Siegesserie beendet.

Djokovic müht sich
Der Weltranglisten-Erste Novak Djovokic ist mit einem mühevollen Auftaktsieg gestartet. Der serbische Saison-Dominator bezwang am Montagabend den Tschechen Tomas Berdych mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:3).