Atomruine Fukushima von

Ramsch-Stauts

Weiterer Rückschlag: Fukushima-Betreiber Tepco von S&P um fünf Stufen herabgestuft

Atomruine Fukushima - Ramsch-Stauts © Bild: Reuters

Weiterer Rückschlag für den japanischen Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima: Die Ratingagentur Standard and Poor's senkte die langfristige Kreditwürdigkeit von Tokyo Electric Power (Tepco) auf Ramschstatus und schürte neue Sorgen vor einem finanziellen Ruin des Unternehmens. S&P begründete die Herabstufung um fünf Stufen auf "B+"mit der gestiegenen Wahrscheinlichkeit, dass der japanische Großkonzern Schulden abschreiben muss, um die Opfer der Atomkatastrophe entschädigen zu können. Tepco ist einer der aktivsten Anleiheemittenten in Japan. Vor allem Finanzinstitutionen halten Anteile an dem Unternehmen.

Japans Regierung hatte sich Mitte des Monats auf eine gigantische Finanzspritze für Tepco verständigt. Geplant ist ein Sonderfonds über 43 Mrd. Euro. Die Genehmigung durch das Parlament steht allerdings noch aus.

Die Tepco-Atomanlage in der Provinz Fukushima steht seit dem Beben im März still. In mehreren Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze, ein weites Gebiet wurde zur Sperrzone erklärt. Etwa 80.000 Anrainer mussten evakuiert werden. Laut S&P ist noch unklar, wie hoch die Entschädigungszahlungen ausfallen werden.