Atomkraft von

"Asterix" Faymann
stemmt Hinkley-Stein

Kanzler sieht Österreich als einsame Gallier bei Klage gegen britisches AKW Hinkley.

43. SP…-BUNDESPARTEITAG: FAYMANN © Bild: APA/Neubauer

Bundeskanzler Werner Faymann sieht Österreich bei der Ablehnung von Atomkraftwerken in der Rolle von Asterix & Obelix: "Wir Österreicher sind dafür bekannt, dass wir in der Frage der Kernkraft eine klare Haltung und auch Kampfkraft haben. Wir waren lange Zeit die Gallier Europas, die einsam gegen die Atomkraft gekämpft haben", sagte Faymann gegenüber der Freitagsausgabe einer österreichischen Tageszeitung.

Österreichs Klage gegen die EU-Entscheidung in Sachen britisches Atomkraftwerk Hinkley Point C sei fertig, bestätigte Faymann. "Wir werden sie in ein paar Wochen beim Europäischen Gericht einbringen. Wir klagen gegen die Entscheidung der EU-Kommission, dass Großbritannien mit Steuermitteln den teuren Ausbau eines Atomkraftwerks finanzieren darf."

Faymann sieht die Klage auch als "wichtiges Signal" an ganz Europa: "Man soll mit Subventionen alternative Energieformen fördern". Aber die Atompläne des britischen Premiers David Cameron wolle man mit dieser Klage stoppen. Zu erwartende Reaktionen aus London sieht der Regierungschef gelassen: "Es kann schon sein, dass David Cameron - wenn er nächste Woche überhaupt wiedergewählt wird - uns in irgendeiner Form Schwierigkeiten machen will."

Der SPÖ-Chef zeigte sich auch überzeugt, dass der unbeugsame Widerstand gegen den Ausbau der Kernkraft international Schule mache: "Demnächst werden von 28 EU-Staaten bereits die Hälfte ohne Atomkraft auskommen. Das heißt, wir haben den Kampf gegen die Atomkraft schon zur Hälfte gewonnen. Und gegen unverbesserliche Zyniker wie David Cameron, die Brandreden für AKW halten, werden wir jetzt mit Klagen vorgehen."

Kommentare

christian95 melden

Danke Herr Bundeskanzler!
Verwaltungsreform, Rekordarbeitslosigkeit, Bildungsreform, Heeresreform, Pensionsreform .... sind alle nicht so wichtig wie das ein britisches Atomkraftwerk.
"Das Wichtigste zuerst".

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In der Tat sind Ihre genannten Themen sehr wichtig, Christian. Wenn aber irgendwo in Europa ein AKW in die Luft fliegt, sind sie aber auch nicht mehr relevant. Ihr Schlusssatz ist also völlig korrekt.

Nudlsupp melden

Ja, ich kann mich noch an Zeiten erinnern wie in Kärnten das Wichtigste das Verstellen von Ortstafeln war. Das war, wie wir heute sehen, eine ganz wichtige Priorität der damaligen Kärntner Landesregierung. Da ist mir das Engagement um ein subventioniertes AKW doch etwas lieber. Zudem bewegt man sich hier, im Gegensatz zu damals innerhalb der Rechtsstaatlichkeit.

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