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Warum Atomkraft unnötig ist

Japan will zurück zur Atomkraft - Welche anderen Wege der Energiegewinnung es gibt

Windräder stehen auf einer Wiese. © Bild: Istockphoto.com/NiseriN

Trotz der Katastrophe in Fukushima setzt Japan seit August erstmals seit zwei Jahren wieder auf Atomkraft. Muss das sein? Theoretisch nicht, denn es stehen genügend ausgereifte Alternativen zur Verfügung. Sie würden Atomstrom künftig unnötig machen.

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 hat es erneut eine Kehrtwende in der Atompolitik gegeben: So sind in Deutschland gleich acht Meiler stillgelegt worden, das letzte Atomkraftwerk soll Ende 2022 vom Netz gehen. Die Italiener, die seit dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 auf Atomkraft verzichten, haben sich 2011 angesichts von Fukushima gegen einen Wiedereinstieg entschieden. Die Schweiz kündigte ebenfalls 2011 einen Atomaustritt an. Österreich, Irland, Neuseeland, die Philippinen und Dänemark verzichten derzeit unter anderem völlig auf Kernenergie. Es funktioniert also doch ohne Atomkraft.

Erneuerbare Energien

Fakt ist aber: Damit man auf Atomkraft verzichten kann, muss vermehrt in erneuerbare Energien investiert werden. Dazu zählen Windkraft, Wasserkraft, Bioenergie, Erdwärme, Meeresenergie und Sonnenenergie. Gerade Japan hat eine gute Ausgangslage in Bezug auf Sonne, Wind und Wasser und könnte laut Experten ohne größere Probleme auf erneuerbare Energien zur Stromgewinnung umsteigen. In den USA sollen laut neuem Klima-Programm erneuerbare Energien bis 2030 immerhin 28 Prozent der US-Kapazitäten ausmachen.