Atomkonflikt von

Iranische Muskelspiele

Rakete getestet, Brennstab hergestellt. US-Republikaner fordern Bombardierung

Atomkonflikt - Iranische Muskelspiele © Bild: Reuters

Der Iran lässt seine Muskeln spielen, und die Welt zittert vor einer Eskalation im Atomkonflikt. Nach eigenen Angaben hat Teheran erfolgreich eine Langstreckenrakete getestet. Auch will es in seinem umstrittenen Atomprogramm einen eigenen Kernbrennstab hergestellt haben. Die Folge: US-Republikaner fordern eine militärische Intervention, und Irans Präsident kündigt eine entschlossene Reaktion seines Landes an.

Während seines Manövers im Persischen Golf hat der Iran erfolgreich eine Langstreckenrakete getestet. Die Rakete vom Typ "Kader" sei wie geplant abgefeuert worden und habe vorher festgelegte Ziele im Golf erreicht, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur IRNA den stellvertretenden Marine-Befehlshaber Admiral Mahmoud Moussavi. Die Militärübung unweit der Straße von Hormuz hatte international Besorgnis ausgelöst. Die Meerenge ist eine der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten.

Atomfortschritte für den Iran
Bereits am Sonntag verkündete Teheran weitere Fortschritte in seinem umstrittenen Atomprogramm. Demzufolge sei ein eigener Kernbrennstab hergestellt worden, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars. Er habe die notwendigen Tests bestanden und stehe zum Einsatz in einem Forschungsreaktor in Teheran bereit.

Und als wäre die Situation nicht schon brenzlig genug, kündigte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ebenfalls am Sonntag eine entschlossene Reaktion seines Landes an. Zuvor unterschrieb US-Präsident Barack Obama neue Sanktionen gegen Teheran, die die dortige Zentralbank und den Finanzsektor betreffen. Der Iran werde "dem Druck seiner Feinde" entgegentreten, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung Ahmadinejads an die Notenbank, die auf der Internetseite der Präsidentschaft veröffentlicht wurde. "Wir müssen das Volk und die Nation gegen Verschwörungen der Feinde verteidigen", erklärte Ahmadinejad darin weiter. Derzeit habe die iranische Wirtschaft im Übrigen "keine Probleme".

Santorum: Bomben auf den Iran
Trotz der neuen US-Sanktionen fordern prominente Republikaner ein härteres Vorgehen gegen Teheran. Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum will im Falle eines Wahlsieges die Atomanlagen des Iran bombardieren, sofern sie nicht für internationale Inspektoren geöffnet oder abgebaut würden, verkündete er. Obama habe nicht genug dafür getan, die Iraner am Bau einer Atombombe zu hindern und die USA in einen Papiertiger verwandelt, sagte Santorum in einer Sendung des US-Senders NBC.

Bereits Ende November wurde in einer republikanischen TV-Debatte Obamas Iran-Politik kritisiert. Ex-Gouverneur Mitt Romney warf dem Präsidenten vor, er sei "unfähig zu einer starken Politik". Nur deshalb werde nun über eine mögliche "Intervention Israels" spekuliert, um das iranische Atomprogramm zu stoppen, fügte er hinzu. Israel müsse gezeigt werden, "dass sie unsere Freunde sind, dass wir an ihrer Seite stehen", fügte Romney hinzu und kündigte an, im Falle seiner Wahl zum Präsidenten seine erste Auslandsreise nach Israel zu unternehmen. Normalerweise führt US-Präsidenten diese symbolische Reise nach Kanada oder Mexiko.

Gingrich: Kann den Iran „brechen“
Das republikanische Urgestein Newt Gingrich erklärte, er könne den Iran innerhalb eines Jahres "brechen", wenn Verbündete zusammenarbeiten würden. Ein Stopp der Öllieferungen an Teheran und einer Sabotage iranischer Raffinerien würde zu einem Regimewechsel führen, sagte Gingrich.

Kommentare

Neue Gesprächsangebote des Iran! Die am Golf aufgefahrenen Kriegsschiffe der USA scheinen ihre Wirkung bei der verotteten iranischen Armee bzw. der Führung in Teheran nicht verfehlt zu haben. Das dürfte allerdings die letzte Möglichkeit für den Iran sein den Konflikt doch noch friedlich beizulegen. Viel Hoffnung dazu besteht allerdings nicht.

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Islamische Republik Iran? ???????????????? Was haben die mit Islam zu tun?

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Re: Islamische Republik Iran? 98% der Bevölkerung sind Islamisten also würde ich doch sagen, die haben eine ganze Menge mit dem Islam zu tun! Ich würde es so machen wie Newt Gingrich.

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