Atletico Madrid klagte FIFA auf 2,5 Mio. € Schadenersatz: Nach Rodriguez-Verletzung

Argentinier zog sich in Länderspiel Kreuzbandriss zu Handelsgericht nahm die Klage zur Verhandlung an

Der spanische Fußball-Erstligist Atletico Madrid hat seine Drohungen wahr gemacht, und den Weltverband FIFA wegen einer Verletzung des Spielers Maxi Rodriguez auf Schadensersatz verklagt. Wie das Sportblatt "Marca" berichtete, verlangt der neunmalige Meister eine Entschädigung von 2,5 Millionen Euro. Der Argentinier hatte sich im Oktober 2006 in einem Länderspiel gegen Spanien einen Kreuzbandriss zugezogen und war für sechs Monate ausgefallen.

Nach Ansicht von Atletico verstoßen die Bestimmungen der FIFA über die Abstellung von Nationalspielern gegen das Recht der Europäischen Union. Die Klubs sind verpflichtet, ihre Nationalspieler zu bestimmten Länderspielen abzustellen, müssen aber für die Versicherung ihrer Profis selbst aufkommen. Das Madrider Handelsgericht nahm die bereits im Februar eingereichte Klage zur Verhandlung an.

Atletico folgte mit diesem Vorstoß dem Beispiel des belgischen Erstligisten Charleroi, der ein Grundsatzurteil vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) anstrebt. Die Belgier hatten mit Unterstützung des G-14-Zusammenschlusses der bedeutendsten europäischen Klubs die FIFA verklagt, nachdem sich ihr marokkanischer Profi Abdelmadjid Oulmers im November 2004 bei einem Länderspiel schwer verletzt hatte. Die Entscheidung in diesem Präzedenzfall steht noch aus.

(apa/red)