Athen Derby von

252.500 € Strafe für Panathinaikos

Plus: Drei Punkte Abzug sofort, zwei in kommender Saison und vier Spiele ohne Publikum

Athen Derby - 252.500 € Strafe für Panathinaikos © Bild: Reuters/Karahalis

Eine geschmalzene Rechnung hat Panathinaikos für die Dummheit seiner Fans präsentiert bekommen: Die Ausschreitungen nach dem Athen-Derby gegen Olympiakos Piräus kosten den Club 252.000 Euro Strafe. Außerdem werden drei Punkte sofort abgezogen, in der kommenden Saison weitere zwei und die nächsten vier Heimspiele der Athener werden ohne Publikum stattfinden. Die abgebrochene Partie gegen Piräus wurde mit 0:3 Toren gewertet, beschloss das Disziplinarkomitee des Verbandes.

Die Partie des Tabellenzweiten Panathinaikos gegen den Ersten Piräus war elf Minuten vor dem Schlusspfiff beim Stand von 1:0 für Olympiakos abgebrochen worden. Hooligans von Panathinaikos hatten Molotow-Cocktails auf die Zuschauerränge und das Spielfeld geworfen.

Im Stadion brannte es an etwa 30 Stellen. Schiedsrichter, Spieler und Betreuer waren daraufhin in die Kabine geflüchtet. Dutzende Fans und Polizisten wurden nach Angaben der Polizei verletzt.

Nach der Verbandsentscheidung führt Olympiakos die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung vor Panathinaikos an. Damit ist die Meisterschaft fünf Spieltage vor Saisonende praktisch entschieden.

39.000 Euro und fünf Jahre Haft in Deutschland
In Deutschland ist ein italienischer Ultra zu fünf Jahren Haft und 39.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Grund dafür war ein Sprengstoffanschlag auf das Drittliga-Spiel Preußen Münster gegen VfL Osnabrück am 10. September 2011. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der "Fan" die Verletzung zahlreicher Osnabrück-Fans in Kauf genommen hat. Ein Einspruch ist noch möglich.

Bei der Attacke waren 33 Menschen im Stadion zum Teil schwer verletzt worden. Zu den Opfern gehörten neben zahlreichen Polizisten auch Kinder. Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses die Tat gestanden und um Entschuldigung gebeten. Das Urteil sei auch ein Beitrag zur Generalprävention, um andere Fans davon abzuhalten, solche Straftaten zu begehen, begründete der Richter.