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Asylanträge - Rückgang in EU im ersten Quartal um 20 Prozent

Von 207.000 auf knapp 165.000 im Vergleich zu ersten drei Monaten 2016

Die Zahl der Asylbewerber, die zum ersten Mal einen Antrag stellten, ist in der EU im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 20 Prozent zurückgegangen. Laut Eurostat-Daten vom Dienstag sank sie von 207.000 in den ersten drei Monaten des Vorjahres auf nunmehr 164.555 Asylbewerber.

Weiterhin war die Zahl in diesem Jahr in Deutschland mit 49.100 am höchsten. Das sind 30 Prozent aller Erstasylbewerbungen in der Europäischen Union. Dann folgen Italien mit 36.900 im ersten Quartal oder 22 Prozent, Frankreich (22.000 oder 13 Prozent) und Griechenland (16.500 oder 10 Prozent).

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2016 ging der Anteil der Erstasylbewerber in Deutschland um 36 Prozent zurück, in den Niederlanden um 34 Prozent, in Griechenland um 18 Prozent und in Schweden um 15 Prozent. Auf der anderen Seite gab es den stärksten Anstieg in Spanien mit 30 Prozent und in Frankreich mit 9 Prozent.

Gemessen an der Bevölkerung eines Landes wies Griechenland mit 1.534 Asylanträgen auf 1 Million Einwohner den höchsten Anteil auf. Dann folgen Zypern (1.308), Luxemburg (1.175) und Malta (884). Die niedrigsten Raten gab es in der Slowakei (11 auf 1 Million), Portugal (24), Polen (25), Tschechien (28), Rumänien (32), Litauen (34) und Kroatien (35). Der EU-Durchschnitt betrug 332 pro Million Einwohner.

Eurostat verweist darauf, dass die Gesamtzahl des ersten Quartals 2017 nicht die März-Daten aus Österreich enthält. Laut den vorliegenden Daten wies Österreich im Jänner 2017 eine Erst- Asylanträge von 2.030 auf, im Februar waren es 1.845.

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