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Asyl: Vorarlberger ÖVP-Landesrat
lehnt Großquartiere ab

Ländle setzt laut Schwärzler weiterhin auf dezentrale Unterbringung in Kleinquartieren und privaten Unterkünften

Vorarlbergs Sicherheits- und Integrationslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) kann dem Vorschlag von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl, Flüchtlinge künftig in großen, staatlich geführten Grundversorgungszentren unterzubringen, nichts abgewinnen. Vorarlberg setze auch weiterhin auf die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Kleinquartieren und privaten Unterkünften, erklärte er gegenüber dem ORF.

Die bisherigen Erfahrungen mit diesem System seien bestens. Zudem sei es wichtig, Flüchtlinge in Kleinquartieren unterzubringen, ihnen die Teilnahme an Deutsch- und Wertekursen zu ermöglichen und sie auf die Arbeitswelt vorzubereiten, wenn sie länger im Land blieben. Über Grundversorgungszentren möchte Schwärzler erst diskutieren, sollte es zu einer neuen Flüchtlingswelle in Vorarlberg kommen, die nicht anders bewältigbar sei.

Sollte die Bundesregierung derartige Großlager per Gesetz durchsetzen, könne man sich dem jedoch nicht verwehren, so Schwärzler. Allerdings sollte dann der Bund die gesamte Versorgung selber zahlen.

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