Asyl von

Kommt Traiskirchen in neue Hände?

Die Caritas zeigt sich nicht abgeneigt, die Verwaltung des Asyllagers zu übernehmen

Asylflüchtlinge im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Der Stein ist durch einen

Für eine Neuregelung der längerfristigen Organisation sei die Caritas "gesprächsbereit, im Verbund mit anderen Hilfsorganisationen zu helfen", sagt der Wiener Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner in einer Aussendung der "Kathpress". Dafür sei allerdings eine bestimmte Vorlaufzeit nötig. Das Innenministerium benötige dringend eine "Gesamtstrategie Asyl", um die aktuelle Situation zu bewältigen und jedem einzelnen Flüchtling eine menschenwürdiges Quartier mit Betreuung und feste Unterkunft zu gewährleisten, so Schwertner.

Derzeit werden Asylwerber aus Mangel an Platz sogar in Bussen untergebracht. Bürgermeister Babler zeigte sich gegenüber dem im Ö1-"Morgenjournal" schockiert: Teilweise würde es in den Bussen bis zu 60 Grad heiß werden, da die Fahrzeuge nicht ausreichend vor der Sonne geschützt sind.

Angesichts der prekären Lage ist auch das Rote Kreuz für den Vorschlag von Glawischnig zu haben: Generalsekretär Werner Kerschbaum teilte gegenüber dem "Kurier" mit, dass eine Versorgung der Flüchtlinge in Traiskirchen durch das Rote Kreuz vorstellbar sei. Bisher sei man allerdings diesbezüglich noch nicht an ihn herangetreten.

Innenministerium blockt ab

Warum das Innenministerium noch nicht an die NGOs herangetreten ist, wird nach einer Stellungnahme von Johanna Mikl-Leitner gegenüber dem "Kurier" klar: Für sie ist alles in bester Ordnung. An der derzeitigen Betreuungs-Firma ORS hat sie nichts auszusetzen. "Es gibt keinen Anlass für die willkürliche Vertragsaufkündigung", sagt sie der Zeitung. Denn die Firma sei nicht schuld am derzeitigen Desaster in Traiskirchen, sondern die bei den Quoten säumigen Bundesländer.

Umfrage

Sollen NGOs wie Caritas oder das Rote Kreuz die Verwaltung des Flüchtlingslagers Traiskirchen übernehmen?

Ergebnisse anzeigen

Caritas fordert Öffnung für NGOs

Die Caritas fordert unterdessen "angesichts der humanitären Tragödie der zahlreichen obdachlosen Flüchtlinge vor Ort" eine Öffnung des Erstaufnahmezentrums für NGOs. "Seit Wochen müssen in Traiskirchen hunderte Frauen, Männer und auch Kinder bei extremer Hitze im Freien schlafen, oft nur mit einer dünnen Decke ausgestattet", teilt Klaus Schwertner gegenüber "Kathpress" mit. Zwar leiste die Caritas derzeit gemeinsam mit hunderten Freiwilligen aus der Bevölkerung vor dem Eingang des Lagers Nothilfe, eine Öffnung für weitere Hilfsmaßnahmen zur Behebung der "untragbaren" Situation sei jedoch unbedingt notwendig, etwa zur Verteilung von Hilfsgütern innerhalb des Geländes.

Kommentare

na da springt doch EEEEENDLICH!!!! eine grüne auf den zug... bei diesem zug KANN man ja nur gewinnen... auf die idee, vielleicht nicht so viele menschen reinzulassen und das übel an der WURZEL zu erledigen, kommt niemand. auch keine grüne obfrau. wundern tu ich mich, dass sie nicht gleich irgendwas verbieten will. denn darin ist sie TOP

Einfach unglaublich! Was die ÖVP als "christlich soziale Volkspartei" diesen armen Menschen zumutet.
Wenn eine Privatperson solche skandalösen Zustände schaffen würde, gäbe unzählige Strafverfahren. Weder LH Pröll noch Bundespräsident Fischer würden dazu schweigen.

Ein richtiger Wandel wäre, das riesige Areal für unsere Kinder zu nutzen. Sämtliche Gymnasien, Gesamtschulen usw. daraus zu machen. Die veralteten Gymnasien und Schulen in Baden haben sowieso ihre besten Jahre schon seit Jahrzehnten hinter sich. Aber auf solche Ideen kommt ja leider niemand in unserer Regierung!!!

Seite 1 von 1