Asyl von

SOS Mitmensch übergab
Unterschriften für Arbeitserlaubnis

Hundstorfer verweist auf in Auftrag gegebene Studie und lässt sich nicht erweichen

hundstorfer Protrait © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

SOS Mitmensch hat Dienstag früh Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) nach eigenen Angaben mehr als 17.000 Unterschriften für die Aufhebung des Arbeitsverbots für Asylsuchende übergeben. Hundstorfer ließ sich jedoch nicht erweichen.

Bei der Übergabe waren der Schauspieler Cornelius Obonya und der seit zweieinhalb Jahren vom Arbeitsverbot betroffene Journalist Mohammad Tareq Majidy mit dabei. Die Proponenten der Petition baten Hundstorfer, seine Unterschrift unter die Aufhebung des Arbeitsverbots zu setzen. Der Sozialminister sprach zwar von einer "sehr amikalen Übergabe". Seine ablehnende Haltung hat Hundstrofer freilich nicht geändert, auch wenn er die Unterschriften nicht wegwischen will. Er verwies vor Journalisten abermals auf eine in Auftrag gegebene Studie. Deren Ergebnisse sollen im Jänner oder Februar vorliegen. Danach werde man weitersehen.

Für SOS Mitmensch ist das jedoch ein ungenügender Schritt. "Eine Studie ist kein Ersatz für ein grundlegendes Menschenrecht. Der Arbeitsverbotserlass des Sozialministeriums, der hier lebende Menschen ins soziale Aus befördert, muss fallen. Menschen, wie der mit seiner Familie aus Afghanistan geflüchtete Journalist Mohammad Majidy, gehören nicht länger für Jahre aufs Abstellgleis gestellt", forderte SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak.

Kommentare

seidenstraße
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wenigstens auf den rudl ist verlass....

christian95 melden

Der will ja auch der nächste Bundespräsident werden. Er weiß genau woher er die für ihn wichtigen Stimmen bekommt.

Jobs für Asylwerber ist blanker Unsinn, diesen Menschen wäre weit mehr geholfen wenn innerhalb von wenigen Tagen ein Bescheid erstellt wird aus dem klar hervorgeht ob sie bleiben dürfen oder gehen müssen. Erst wenn das offiziell ist, kann man über den nächsten Schritt nachdenken. Gibt es in diesem Land nur Gehirnamputierte die nicht über die unabsehbaren Folgen solcher unsinnigen Vorschläge nachdenken bevor sie ausgesprochen werden ?

Oberon

Asylwerber dürfen bis zu ihrer Anerkennung als solche nicht arbeiten, aber sie könnten inzwischen gemeinnützige Arbeit leisten, das macht auf jeden Fall einen guten Eindruck
bei der einheimischen Bevölkerung. Daher - JA zur beschleunigten Arbeitserlaubnis für Aslywerber, jedoch NEIN als zukünftige Billigarbeitskräfte. Ich bin gegen Ausbeutung, aber auch gegen Benachteiligung von Österreichern.

Wie stark müssen wir uns noch verbiegen?
Ob die Menschen im Land einen Arbeitsplatz bekommen ist diesen Bonzen völlig egal. Nur jene die ihnen stappelweise ausgefüllte Wahlkarten bringen werden umgarnt!

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