Flüchtlinge von

Asyl: Weiter Missstände in Quartieren

"Dossier": Burgenland behebt Mängel nicht - Verbesserung in Niederösterreich

Asyl: Flüchtlinge in einem Quartier in Österreich. © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Während die Situation im Flüchtlingslager Traiskirchen immer dramatischer wird, vermeldet die Recherche-Plattform "Dossier" nun einzelne Fortschritte im Asylbereich. "Dossier" hat im Vorjahr einige Missstände zutage gebracht und damit auch für einiges Aufsehen gesorgt. Bei einer Nachschau im heurigen Jahr hat sich gezeigt, dass vor allem in Niederösterreich eine deutliche Verbesserung eingetreten ist, während im Burgenland mehr oder weniger alles beim Alten ist.

Bei der in Kooperation mit "Servus TV" durchgeführten Recherche stattete Dossier jenen 17 Quartieren einen Besuch ab, die bei der Erst-Visite den schlechtesten Eindruck gemacht hatten. Bei den Unterkünften in Niederösterreich zeigte sich, dass diese entweder von der Behörde geschlossen wurden oder die beanstandeten Mängel im Wesentlichen beseitigt wurden.

Burgenland: Mängel sind geblieben

Anders die Situation im SP-regierten Burgenland. Die von "Dossier" angetroffenen Mängel glichen mehr oder weniger jenen im Vorjahr. So wurde etwa Schimmel in den Schlafräumen nicht entfernt sondern bloß übermalt.

In Salzburg stagniert das Qualitätsniveau der Unterbringung laut "Dossier", obwohl mangelhafte Quartiere geschlossen wurden. Immerhin wird auch ein Beispiel in Salzburg gezeigt, wo sich die Zustände nach der Übernahme durch einen neuen Betreiber drastisch gebessert haben.

79 Quartiere unter die Lupe genommen

Die ursprüngliche Untersuchung im Jahr 2013 hatte die Journalisten in 79 Quartiere geführt, wo in rund einem Drittel der Unterkünfte gröbere Mängel entdeckt wurden. Am schlechtesten abgeschnitten hatte da ein Quartier im burgenländischen Pama. Von Stromrationierung in der Küche wird ebenso berichtet wie von Schimmelbefall oder kaputten Einrichtungsgegenständen. Geändert hat sich dort bis heute nichts.

Anders in Niederösterreich, wo Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich) für das Flüchtlingswesen zuständig ist. Bei Unterkünften in Muthmannsdorf und Grimmenstein meinte ein Gerichtssachverständiger beim Erstbesuch, dass die Räume aufgrund akuter Gesundheitsgefährdung bis zu einer fachgerechten Sanierung nicht mehr benutzt werden sollten. Mittlerweile ist in beiden Quartieren der Schimmel entfernt worden. Betten und Sanitärräume wurden inzwischen saniert.

25 Asylwerber im Stift Gleink

Im ehemaligen Stift Gleink in Steyr werden demnächst 25 Asylwerber Quartier beziehen. Das teilte die oberösterreichische Soziallandesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) am Dienstag mit. Die Diözese Linz hat das Gebäude in Zusammenarbeit mit der Caritas-Flüchtlingshilfe, die auch die Betreuung übernimmt, dafür angeboten.

Das Land setze damit seinen Weg fort, kleine Einheiten anstatt Massenquartieren zu installieren, um einer Ghettoisierung vorzubeugen, so Jahn. Bis 2009 war im ehemaligen Stift Gleink das Sozialpädagogische Zentrum der Caritas untergebracht, in dem zuletzt 43 Jugendliche wohnten.

Kommentare

Nun muss zuerst das neue Urteil des Europäischen Gerichtsofs für Menschenrechte konsequent umgesetzt werden. Auch A muss endlich gezwungen werden viel mehr Refugees aufzunehmen um sie in den Sozialsystemen zu integrieren. Augrund der mit Steuergeldern prall gefüllten Sozialsystemen muss der Druck auf A weiter erhöht werden.

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wäre interessant ob sich die verantworlichen auch um unsere eigenen leute kümmern die in der armut leben. solche leute die sich entscheiden müssen zwischen essen kaufen oder heizen ..............

Nudlsupp melden

Es ist mir in diesem Land kein einziger Fall eines Österreichers bekannt, der verhungern musste, obwohl er dies nicht wollte. Vielleicht sollten wir also aufhören, aus ausschließlich niederen Beweggründen, die Schwächsten der Schwachen gegeneinander auszuspielen und aufzuwiegen.

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