Asyl von

Platter sieht Quote erfüllt
und geißelt "unselige Debatte"

Laut Tiroler LH 100,22 Prozent an Plätzen gemeldet

Günther Platter © Bild: APA/Parigger

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Dienstag erneut betont, dass sein Bundesland die mit dem Bund vereinbarte Asylquote punktgenau erfüllt habe. "Wir haben es geschafft, mit 31. Jänner wurde die Quote erfüllt", sagte Platter trotz anderslautender Medienmeldungen bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Tirol liege bei 100.22 Prozent, 2.800 Plätze stünden zur Verfügung.

Tirol könne nur Plätze melden, und dies habe man getan. Wenn dann nicht so viele Flüchtlingen zugewiesen würden, sei das nicht das Verschulden des Bundeslandes. Als explizite Kritik am Bund wollte Platter dies allerdings nicht verstanden wissen. "Das Innenministerium hat es auch nicht leicht", meinte der einstige Ressortchef. Im Laufe der letzten Tage habe es schließlich viele "Einmeldungen" gegeben. Die Zuweisung der Flüchtlinge werde im Lauf der nächsten Tage stattfinden, erklärte der Landeschef. "Wir gemeinsam haben es geschafft", sah Platter ein gemeinsames Werk von Bund und Bundesland.

"Unselige Quotendebatte"

Die Diskussionen um die Quote stießen Platter indes sauer auf. "Hören wir auf mit dieser unseligen Quotendebatte", forderte er. Ins selbe Horn stieß die zuständige Landesrätin Christine Baur (Grüne), die kritisierte, dass der Fokus der Debatte zu sehr auf die Asyl-Betreuungsquoten gelegt werde. Sie sei aber "froh, dass diese ominöse Quote erfüllt ist", sagte Baur.

Angesichts von prognostizierten 40.000 Flüchtlingen bis Ende 2015 in Österreich gingen Platter und Baur von weiteren 1.000 Flüchtlingen in Tirol im heurigen Jahr aus. Bis Ende Februar sollen 200 weitere Plätze im Bundesland zur Verfügung stehen, kündigten sie an. Tirol habe etwa bereits Container bestellt, die auf landeseigenen Grundstücken aufgestellt werden und den Menschen als Quartiere dienen sollen. In der Innsbrucker Rossau werde zudem ein Fertigteildorf mit 150 Plätzen errichtet. Dieses soll Ende April bezugsfertig sein. Ende des Jahres soll überdies das ehemalige Internatsgebäude der Kongregation der Barmherzigen Schwestern im Innsbrucker Stadtteil Saggen zur Verfügung stehen. Dort sollen vorerst etwa 130 Schutzsuchende Unterkunft finden.

Kommentare

Rumor13 melden

Die Flüchtlingsströme werden nicht abreissen.
Wie lange geht das noch gut ?
Ist nicht nur eine ethnische und politische Frage sondern auch eine wirtschaftliche.

Nudlsupp melden

Um die wirtschaftliche Frage glaubwüridig in den Vordergrund zu stellen, was ethisch insgesamt sehr schwierig sein dürfte, sollte man Fragen zur HAA beantworten, zu den überteuerten Kriegsspielzeug Eurofighter etc. pp. Wen ich die Wahl hätte, zwischen Eurofighter zum Parteispendenpreis oder mit diesem Geld Menschen zu helfen, ich wüsste die passende Antwort.

RobOtter
RobOtter melden

Das Flüchtlingswesen kostet in Österreich jährlich 390 mio Euro. Nachzulesen bei der Statistik Austria. Wenn das ein problematischer Kostenfaktor sein soll, dann gute Nacht Österreich!

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