Asyl von

Kickl verteidigt sich

Nach Verwendung des Begriffs "konzentriert" im Zusammenhang mit Flüchtlingszentren

Asyl - Kickl verteidigt sich © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Innenminister Herbert Kickl hat am Donnerstagabend via OTS nochmals klar gestellt, dass er mit seinen Aussagen zu Asyl-Großquartieren keinesfalls auf Konzentrationslager angespielt habe.

Er weise entschieden jedwede Herstellung einer Verbindung zwischen dem von ihm verwendeten Begriff "konzentriert" und Begrifflichkeiten des "verabscheuungswürdigen NS-Verbrecherregimes" entschieden zurück.

Der Begriff "konzentriert" habe sich inhaltlich ausschließlich auf eine geordnete (zeitlich und strukturell) Durchführung von Asylverfahren im Interesse sowohl der Schutzbedürftigen als auch des Gastlandes bezogen. Eine menschenwürdige Unterbringung und eine gute Versorgung seien dabei eine Selbstverständlichkeit.

In der Pressekonferenz zur Asylbilanz 2017 hatte Kickl wörtlich gemeint: "Es ist nur ein Begriff, diese Grundversorgungszentren, für eine entsprechende Infrastruktur, wo es uns gelingt, diejenigen, die in ein Asylverfahren eintreten, auch entsprechend konzentriert an einem Ort zu halten, weil es unser gemeinsames Interesse sein muss, sehr, sehr schnell zu einem entsprechenden Ergebnis auch zu kommen." Medienvertreter wollten hier eine gezielte Provokation erkennen, was der Innenminister aber bereits bei dem Termin energisch bestritten hatte.

Kurz zu Kickl: "Aussage klargestellt"

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die "Klarstellung" von Innenminister Kickl in der Frage der "konzentrierten" Unterbringung in Asyl-Großquartieren als "wichtig" bezeichnet. Kurz sagte am Freitag am Rande seines Frankreich-Besuchs gegenüber österreichischen Journalisten, dass er noch nicht auf die umstrittene Aussage angesprochen worden sei.

"Wenn ich darauf angesprochen werden sollte, dann kann ich darauf verweisen, dass der Innenminister seine Aussage ja schon klargestellt hat", sagte der ÖVP-Chef. "Ich glaube, dass diese Klarstellung auch wichtig war."

In Frankreich hatte Kickls Aussage am Tag vor dem Antrittsbesuch von Kurz beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron für Medienaufmerksamkeit gesorgt.

Kommentare

Es war zu erwarten, dass dumme Äußerungen , die dem Ansehen Österreichs schaden, kommen werden. Warum kann man Minister werden, wenn man sich nicht unmissverständlich ausdrücken kann und immer Klarstellungen nachschicken muss?

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