Flüchtlinge von

Asyl: Vorerst keine neuen Zelte

Traiskirchens Bürgermeister Babler ruft zu Demo vorm Innenministerium auf

In Traiskirchen werden Zelte für Flüchtlinge aufgestellt. © Bild: APA/HANS PUNZ

Wiewohl die Asyl-Anträge sich nach wie vor auf dem hohen Niveau der vergangenen Wochen bewegen, geht das Innenministerium davon aus, dass es übers Wochenende keine neuen Zelte für die Flüchtlinge braucht. Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) rief indes für kommenden Dienstag zu einem Protest vor dem Innenministerium auf.

Durchschnittlich rund 250 Asylanträge werden derzeit pro Tag gestellt, wie ein Sprecher des Innenressorts am Freitag auf APA-Anfrage sagte. Dennoch geht man davon aus, dass übers Wochenende keine neuen Zelte für die Unterbringung der Flüchtlinge aufgestellt werden müssen.

Ultimatum läuft bis 19. Juni

Der Sprecher verwies einmal mehr auf das jüngste Ultimatum von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), wonach die bei den Quoten säumigen Länder bis zum 19. Juni das Problem lösen müssen, sonst werde sie per Verordnung die Öffnung von Kasernen veranlassen. Es brauche jetzt ein gemeinsames Bemühen aller, also auch der Länder und Gemeinden.

Demo gegen "miserablen Zustände"

Gegen die Zeltunterkünfte nahe dem ohnehin chronisch überfüllten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen und die "miserablen Zustände" im Lager will Stadtchef Babler nun Dienstagabend in der Bundeshauptstadt aufmarschieren. "Wir fahren mit Reisebussen nach Wien und halten eine Protestkundgebung vor den Toren des Innenministeriums ab", kündigte Babler gegenüber "Österreich" (Freitag-Ausgabe) an.

Das Demonstrationsrecht stehe allen frei, auch politischen Verantwortungsträgern, hieß es dazu aus dem Innenministerium. Dort merkt man freilich auch an: "Platz wird damit kein einziger geschaffen."

Landeshauptmann Wallner für "verbale Abrüstung"

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat sich beim aufgeheizten Thema Asyl-Unterkünfte in Richtung Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) für "verbale Abrüstung" ausgesprochen. In seiner Reaktion auf die von der Ressortchefin in dieser Woche den Bundesländern eingeräumte "letzte Frist" bis 19. Juni, konterte Wallner im ORF Radio Vorarlberg, es wäre gut, kühlen Kopf zu bewahren.

Mikl-Leitner habe es derzeit sicher "nicht leicht", räumte der Landeshauptmann ein. Es sei leicht, am Schreibtisch Ultimaten zu formulieren, wesentlich schwieriger sei es, Quartiere für Flüchtlinge zu finden und sie vor Ort zu integrieren. Mittlerweile sind in einer Messehalle in Dornbirn 76 männliche Asylwerber untergebracht. Weitere zwölf sollen Anfang kommender Woche folgen. Bekannt wurde auch, dass Vorarlberg in der kommenden Woche zusätzliche 50 Asylwerber aufnehmen wird. Auch sie sollen in der Messehalle Platz finden, heißt es vom Roten Kreuz, weshalb das Camp um zusätzliche Kojen erweitert wird. Dann soll die geforderte Aufnahmequote in Vorarlberg zu 90 Prozent erfüllt sein.

Kommentare

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Aufgrund des anhaltenden Migrationsdruckes sollten nun auch die "bunten" Wähler von SPÖ und Grünen ihre Haustüren und Geldtaschen öffnen und Flüchtlinge aufnehmen und versorgen. Nur mit solidarischen und humanistischen Sprüchen und Forderungen ist es nicht mehr getan. Damit könnten auch Kosten für jene Bürger vermieden werden, die den ganzn überflüssigen Asylschwachsinn ablehnen.

christian95 melden

So viel Geld haben sie nicht!
Schließlich kostet ein Flüchtling pro Tag € 77,- .

Nudlsupp melden

Hören Sie auf zu lügen Christian. Ich habe Sie bereits mehrmals darauf hingewiesen, daß diese 77 Euro nur unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreffen, für die ein erhöhter Betreuungsaufwand notwendig ist, nicht jedoch die Flüchtlinge allgemein betreffen. Wieso lügen Sie so unverschämt um hier Stimmung gegen diese Menschen zu machen? Ist Ihnen das mit der Wahrheit nicht möglich?......

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Dann lassen Sie es doch einfach, und verzichten auf diese Geschmacklosigkeiten.

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Aber das kann die FPÖ... Täuschen, Lügen, Hetzen, die Wahrheit verdrehen,... da sind sie alle Meister. Und dann gegen Rot-Schwarz hetzen, dabei wäre genug Dreck vor der eigenen Haustüre zu kehren. Die Gerichte haben 7 Jahre blaue Regierungsbeteiligung bis heute nicht abarbeiten können. Das sollte Ihnen zu denken geben.

christian95 melden

Organisiert die FPÖ eine Demo sind sie "Hetzer". Macht das aber ein SPÖ Funktionär ist das "sein demokratischer Recht".
"Das Boot ist noch lange nicht voll"!
Da hilft nur eines: Wahltag ist Zahltag; etwas anderes verstehen diese abgehobenen Bonzen nicht mehr!

christian95 melden

Die "Zuwanderungsindustrie" ist der einzige Bereich in unserer Wirtschaft der massive Zuwächse zu verzeichnen hat. Wo die vielen Menschen je einen Arbeitsplatz finden sollen steht auf einem anderen Blatt.

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Eine Demo hat nicht zwangsläufig was mit Hetzerei zu tun. Auf das WIE kommt es an. Und da haben überdurchschnittlich viele Funktionäre der F nun mal ein gespaltenes Verhältnis zum Anstand und zur Rechtsstaatlichkeit. Dieser ***Haufen soll sich mal anständig benehmen, dann können Sie jeden Tag demonstrieren.

Da Babler macht einen grundlegenden Fehler. Die Demo an sich ist eine gute Idee aber nicht vorm Innenministerium sondern vor Ort und die Leitner Mitzi soll gefälligst antanzen. Und wenn nicht, wird eben wieder mal die 17´er gesperrt. Mal sehen wie lange es dann dauert bis sie da is?! Mal überdenken!!!

Na "inseraten-Wernerle" ist jetzt dein SPÖ-Bürgermeister Babler aus Traiskirchen auch ein Aufhetzer wie du den Strache tituliert hast, weil er zur Demo aufruft?

christian95 melden

Warum sieht man am Foto keine Flüchtlinge die beim Aufbau helfen?

giuseppeverdi melden

Ich frage, warum sieht man am Foto nicht den anscheinenden Asylanten-Freund LH Waldner beim Zelteaufbau?

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Weil die erst hingebracht werden, wenn das Lager fertig ist.

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