Asyl von

Kickl verteidigt
Idee der Großquartiere

Innenminister spricht von Zukunftsplänen

Asyl - Kickl verteidigt
Idee der Großquartiere © Bild: APA/Punz

Die Idee der Asyl-Grundversorgungszentren ist für Innenminister Herbert Kickl weiterhin ein probates Mittel, um die Zahl der Asylwerber möglichst gering zu halten. Bei einem Besuch in Bregenz verteidigte er diesen Bestandteil eines Plans für "möglichst restriktive Asylpolitik".

Gleichzeitig betont Kickl, dass es sich dabei um Zukunftsüberlegungen handle. Man werde regionale Gegebenheiten berücksichtigen und selbstverständlich das Gespräch mit den Bundesländern suchen, versprach Kickl bei seinem ersten Bundesland-Besuch als Minister in Vorarlberg.

Kickl bekannte sich im Namen der Bundesregierung zu einer "möglichst restriktiven Asylpolitik". Ziel sei es, die Zahl der Asylwerber so gering wie möglich zu halten. Deshalb müsse ein System gestaltet werden, das von vornherein "keine falschen Anreize" biete. Asylverfahren müssten zügig durchgeführt werden, die Mitwirkung von Schutzsuchenden sei dabei einzufordern und durchzusetzen. Man könne nicht gleichzeitig in Österreich Schutz suchen und die Identität geheim halten wollen, so der Innenminister.

Und schließlich gelte es nach Abschluss der Asylverfahren jene konsequent außer Landes zu bringen, die einen negativen Bescheid erhalten haben. "Das muss nicht immer das Herkunftsland sein, es ist auch eine Abschiebung in das Land möglich, über das die Personen in die EU eingereist sind", hielt Kickl fest. So landeten derzeit viele tschetschenische Bürger nicht in Tschetschenien oder Russland, sondern in Polen.

Ziele müssen erst definiert werden

Der geschilderte Ablauf ist laut Kickls Dafürhalten am besten zu gewährleisten, wenn "das alles an einem Ort abgewickelt wird, möglichst im Nahbereich der Entscheidungsbehörde", hielt er an der Vorstellung von Grundversorgungszentren fest. Man habe nun aber vorerst einmal die Ziele definiert, "wir befinden uns in einer Planungsphase für die Zukunft", so Kickl. Er spreche von einem mittel- bis langfristigen Projekt. Bevor diese Planungsphase nicht abgeschlossen sei, würden natürlich bestehende Vereinbarungen nicht aufgekündigt. Zunächst gelte es die Vielzahl an Verfahren abzubauen, die sich aufgestaut hätten.

Rückendeckung erhielt Kickl von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Auch in Vorarlberg habe man - zu Zeiten des größten Flüchtlingszustroms 2015/16 - fünf Großquartiere mit 150 oder mehr Plätzen geführt, erinnerte Wallner: "Wir hatten gar keine andere Chance". Der Plan sei gewesen, die in Großquartieren untergebrachten Flüchtlinge nach einer gewissen Zeit in mittlere und kleiner Unterkünfte mit Betreuung überzuführen, das habe auch gut funktioniert. Die Unterbringung in Privatquartieren wie in Wien sei hingegen "völlig daneben, keine gute Politik", so Wallner.

Aufstockung von Polizei-Dienststellen

Aus seiner Sicht gebe es in dieser Frage kein Entweder-Oder, es gelte je nach Situation zu entscheiden und zu handeln. "Ich plädiere für Gelassenheit und ein abgestuftes Modell", sagte der Landeshauptmann. Auch Kickl betonte, dass "wir da nicht so weit auseinanderliegen".

Einigkeit herrschte zwischen Wallner und Kickl ebenso in der Frage der Aufstockung der Polizei-Dienststellen. Man habe eine Erweiterung von 910 auf 1.050 Exekutiv-Planstellen ins Auge gefasst, so Wallner. Zur Sicherheitspartnerschaft von Vorarlberg mit dem Bund stellten sowohl Wallner als auch Kickl fest, diese gemeinsam weiterentwickeln zu wollen. Das noch mit Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und bis 2020 gültige Papier werde nicht infrage gestellt. "Auf dieser Basis arbeiten wir weiter", betonte der Landeshauptmann.

Auftrag für eigene Grenzschutzsicherheit

Kickl hat unterdessen auch den Auftrag zum Aufbau einer eigenen Grenzschutzeinheit erteilt, die im Bedarfsfall innerhalb von wenigen Stunden Sperren und Kontrollen an Österreichs Grenzübergängen errichten soll. Es handle sich dabei um eine Bereitschaftstruppe der Polizei, die Grenzübergänge sichert und Identitäten feststellt, erklärte Kickl im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung".

Kommentare

Richtig so!! Oder vielleicht Hotels mit All inclusive!, ihr Wahnsinnigen!!

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