Assad kämpft mit Panzern um die Macht:
Dutzende Tote bei großer Militäroperation

Sicherheitskräfte schießen dabei "in alle Richtungen" Außenministerium gibt Reisewarnung für Syrien aus

Assad kämpft mit Panzern um die Macht:
Dutzende Tote bei großer Militäroperation © Bild: Reuters

In Syrien versucht Staatschef Al-Assad dem um sich greifenden Volksaufstand mit einer Gewaltoffensive Herr zu werden. In mehreren Städten eröffneten regierungstreue Kräfte nach Angaben von Einwohnern und Menschenrechtsgruppen das Feuer und töteten dabei erneut mehr als ein Dutzend Menschen. Das österreichische Außenministerium warnte vor Reisen nach Syrien.

Hunderte von Sicherheitskräften mit Panzerwagen sind laut Augenzeugen in der Nacht auf Montag in die Stadt Daraa geströmt und hätten geschossen. "Zeugen haben mir gesagt, dass es bisher fünf Tote gab", sagte ein Einwohner dem Sender Al-Jazeera. Regimekritiker sprachen von mindestens 20 Toten. Nach Angaben eines Oppositionsvertreters schossen die Sicherheitskräfte "in alle Richtungen".

Soldaten brechen in Häuser ein
Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, sagte ein Augenzeuge, es seien etwa 3.000 Soldaten in die Stadt eingerückt. Sie würden in Häuser einbrechen. Menschenrechtsvertretern zufolge gab es auch Razzien von Sicherheitskräften in Duma und in El Muadamijeh nahe der Hauptstadt Damaskus. Auch in der Küstenstadt Jabla wurden nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe mindestens 13 Zivilisten von Regierungstruppen und Scharfschützen getötet.

Die syrische Regierung hat nach den massiven Einsätzen gegen die Demonstranten jordanischen Angaben zufolge die Grenzübergänge zum Nachbarland geschlossen. Ein hochrangiger jordanischer Diplomat sagte am Montag, betroffen von den Schließungen seien die beiden wichtigsten Übergänge Daraa und Nassib.

Reisewarnung für Syrien
Das österreichische Außenministerium warnt unterdessen vor Reisen nach Syrien. "Am Osterwochenende (insbesondere am Karfreitag) hat sich die Sicherheitslage in Syrien weiter verschlechtert. Vor Reisen nach Syrien wird daher gewarnt", ist auf der Homepage des Ministeriums zu lesen. Den in Syrien lebenden Österreichern gehe es den Umständen entsprechend gut, wie Außenamtssprecher Launsky-Tieffenthal mitteilte. Etwa 150 in Syrien lebende Österreicher, zumeist Doppelstaatsbürger, seien registriert. Die AUA führt ihre Flüge nach Damaskus weiter durch, beobachtet aber die Lage.

(apa/red)

Kommentare

... das geschriebene Szenario wird ausgeführt, sonst nichts. Es war nur die Fragen welches Land als nächstes dran ist. Wobei in Lybien nichts weiteres erreicht werden kann, wenn man nicht mit Soldaten einmarschiert.

Wozu es überhaupt noch eine NATO gibt ist sowieso fraglich - war ja eigentlich gegen den Warschauer Pakt gegründet, den es überhaupt nicht mehr gibt. NATO ist ein wirtschaftlicher Bund - wo überhaupt mein Land (Türkei) eigentlich überhaupt nichts verloren hat.

2. größte NATO-Mitglied, aber bringt uns überhaupt nichts, dan müssen wir noch gegen Freunde, gegen Muslime vorgehen. Ach scheiss auf die Welt - so ein langes Leben, dass ich mich um solche Sachen ärgern kann, hab ich eigentlich gar nicht, deshalb geh ich was anders machen:)

I würd ja gern was schreiben - aber i trau mi nit!

Ivoir

Angriff krimineller Banden Waren das nicht die gleichen Worte, wie bei Gadaffi.
Los! USA, Nato und was wir sonst noch an Kriegslüsternen Ländern haben, bombardiert sofort das Land!

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