Aschewolke erreicht Wien gegen 22 Uhr: Meteorologen beruhigen die Bevölkerung

Experten der ZAMG: "Man wird nichts merken" Teil der Wolke auch in Bodennähe zu erwarten

Aschewolke erreicht Wien gegen 22 Uhr: Meteorologen beruhigen die Bevölkerung © Bild: Reuters

Die Ankunft der Aschewolke über Österreich wird sich laut neuen Berechnungen der Meteorologen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien auf 20.00 Uhr bis Mitternacht etwas verzögern. Die Modellberechnungen weisen darauf hin, dass ein Teil der Wolke - voraussichtlich stark verdünnt - in Österreich auch in Bodennähe zu erwarten ist. Das würde bedeuten, dass diese auch an Feinstaubmessstellen registriert werden könnte.

Auch wenn die Vulkanaschen-Wolke bis nahe auf den Erdboden reicht, wird sie vom Menschen nicht wahrgenommen werden können. Zudem stellt sie keine Gefahr für die Gesundheit dar, die Partikelkonzentration sei bei der Ankunft in Österreich bereits sehr ausgedünnt.

Die Wolke bewege sich ungefähr mit einem Tempo von 50 Stundenkilometern, sagte eine Meteorologin. Die Größe des Gebildes sei schwer zu bemessen, da auf den Satellitenbildern immer nur ein Teil zu sehen sei. "Die Wolke ist extrem ausgedünnt, sie reicht aber über mehrere europäische Länder."

Aufnahmen der Wettersatelliten zufolge sei zu erwarten, dass sich der westliche Teil der Wolke, welcher sich derzeit über Nordrhein-Westfalen befindet, weiter nach Westen über Nordfrankreich und die Beneluxstaaten verlagert. Für den östlichen Bereich der Wolke zeigen die Berechnungen in allen Höhen eine weitere Verlagerung nach Süden.

(apa/red)