Fakten von

Arzt soll Patientinnen an US-Universität missbraucht haben

Über Jahrzehnte - Gynäkologe weist Vorwürfe zurück

Ein Gynäkologe soll über Jahrzehnte Patientinnen an der Universität von Südkalifornien in Los Angeles sexuell missbraucht haben. Wie die Zeitung "Los Angeles Times" unter Berufung auf mehrere aktuelle und frühere Mitarbeiter der Hochschule berichtete, waren die meisten der Betroffenen noch minderjährig. Der Arzt bestreitet die Vorwürfe.

Die Vorfälle reichen dem Bericht zufolge bis in die 90er-Jahre zurück. Der Frauenarzt soll die Patientinnen bei Untersuchungen unangemessen berührt, ihre Geschlechtsteile fotografiert und sexuelle und rassistische Bemerkungen gemacht haben. Für die Fotos gab er demnach medizinische Gründe an.

Obwohl Kollegen, Krankenschwestern und Patienten schon länger Bedenken äußerten, ließ die Universität den Arzt zunächst weiterarbeiten. Laut der "Los Angeles Times" wurde erst 2016 eine interne Untersuchung eingeleitet, als eine offizielle Beschwerde beim Gleichstellungsbüro der Universität eingereicht wurde.