Arzt wegen Anschlags auf Moschee vor Gericht: Ihm drohen zehn Jahre Haft

44-Jähriger wegen Mordversuchs bereits verurteilt Mann hatte Attentat in Abschiedsbrief "gebeichtet"

Im Wiener Straflandesgericht muss sich heute ein 44-jähriger Arzt aus Niederösterreich wegen vorsätzlicher Gefährdung durch Sprengmittel verantworten: Der Mediziner soll am 15. November 2005 einen Anschlag auf die Osmanli-Moschee in Wien-Hernals verübt haben, bei dem zum Glück keine Menschen zu Schaden kamen. Im Fall eines Schuldspruchs drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft, wobei auf ein Urteil vom vergangenen Jänner Bedacht zu nehmen sein wird.

Der 44-Jährige war damals in Korneuburg wegen versuchten Mordes zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, weil er im Sommer 2007 in seiner Wohnhaus-Anlage in Ebergassing einen 18-Jährigen mit einer Pistole niedergeschossen hatte. Nach Rechtskraft dieser Entscheidung verübte der Arzt in seiner Zelle einen Selbstmordversuch. Ehe er sich die Pulsadern aufschnitt, verfasste er einen Abschiedsbrief, in dem er den bis dahin als ungeklärt geltenden Sprengstoffanschlag auf die Moschee in Hernals "beichtete". (apa/red)