Fakten von

Arnold Schwarzenegger hält
Einreiseverbot für "verrückt"

"Es lässt uns lächerlich aussehen, wenn das Weiße Haus schlecht vorbereitete Maßnahmen einfach heraushaut"

Arnold Schwarzenegger hat das von US-Präsident Trump erlassene Einreiseverbot scharf kritisiert. "Es ist verrückt und lässt uns lächerlich aussehen, wenn das Weiße Haus schlecht vorbereitete Maßnahmen einfach heraushaut", sagte der zu den Republikanern zählende Schwarzenegger dem Unterhaltungssender "Extra TV", der das Interview am Montag (Ortszeit) ausstrahlte.

Das Problem sei, dass das Dekret schlecht vorbereitet worden sei, sagte Schwarzenegger. "Ich weiß, was er (Trump) erreichen will. Er fürchtet, dass Menschen, die aus anderen Ländern einreisen, unserem Land schaden könnten. Aber es gibt eine andere Art und Weise, damit richtig umzugehen und das Ziel dennoch zu erreichen", sagte der Schauspieler. "Ich denke, sie haben vorschnell gehandelt."

Der gebürtige Steirer und ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien wirkte in dem Interview erzürnt: "Menschen abzuweisen, die eine Green-Card haben, die einem das Recht gibt, dauerhaft in den Vereinigten Staaten zu arbeiten - damit ist man auf dem Weg, ein Staatsbürger zu werden... So war es bei mir." Nun zum Beispiel Studenten an der Grenze abzuweisen, nachdem sie ihre Eltern in der Heimat besucht hätten, sei "verrückt".

Schwarzenegger entschied sich bei der US-Wahl im vergangenen November nicht für Trump zu stimmen. Seit seiner Übersiedlung in die USA 1968 sei er ein stolzer Republikaner gewesen, wie er in einer Erklärung im Oktober betonte. "Aber so stolz ich auch bin, mich als Republikaner bezeichnen zu können, gibt es ein Etikett, dass ich stärker als alles andere hochhalte: Amerikaner zu sein." Es sei das erste Mal, dass er einen republikanischen Spitzenkandidaten nicht unterstütze, seit er 1982 US-Staatsbürger geworden sei, schrieb der gebürtige Steirer.

Seit letzter Woche spekulieren amerikanische Medien über eine mögliche Kandidatur von Schwarzenegger als Vatikanbotschafter der USA. Auch die Website "Vatican Insider" und die französischsprachige Nachrichtenagentur aus der Schweiz cath.ch spekulierten letzten Dienstag darüber, wie die Kathpress berichtete.

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