Arnies Nachfolger ist ein Demokrat: Jerry Brown siegt gegen Ex-eBay-Chefin Whitman

Kaliforniens Bürger gegen Marihuana-Legalisierung Strikter Klimaschutz wichtiges Thema in Kalifornien

Arnies Nachfolger ist ein Demokrat: Jerry Brown siegt gegen Ex-eBay-Chefin Whitman © Bild: Reuters

Der Republikaner Arnold Schwarzenegger erhält einen demokratischen Nachfolger: Jerry Brown hat laut Prognosen die Gouverneurswahlen im US-Bundesstaat Kalifornien gewonnen. Damit schaffte er es als vielleicht einziger Demokrat, einen Gouverneurssitz von den Republikanern zu erobern. Die Bürger stimmten zudem in einem Referendum gegen die Legalisierung von Marihuana und für strikte Umweltauflagen.

Wie CNN und MSNBC unter Berufung auf Nachwahlbefragungen berichteten, setzte sich Brown gegen seine republikanische Herausfordererin, die frühere eBay-Chefin Meg Whitman, durch. Der 72-jährige Brown war bereits von 1975 bis 1983 kalifornischer Gouverneur, damals der Jüngste, heute der Älteste. Politik-Neuling Whitman hatte mehr als 140 Millionen Dollar (99,9 Mio. Euro) aus eigener Tasche in die Wahlschlacht gesteckt. Es war - von Präsidentschaftswahlen abgesehen - das teuerste Rennen in der Geschichte der USA. Schwarzenegger muss nach zwei Amtszeiten von der politischen Bühne in Sacramento abtreten.

Marihuana weiter illegal
Kaliforniens Bürger stimmten in einem zeitgleichen Referendum gegen die Legalisierung von Marihuana: CNN zufolge sprachen sich 57 Prozent der Wähler gegen die "Proposition 19" aus. Sie hätte es Erwachsenen ab 21 Jahren erlaubt, bis zu 28 Gramm Marihuana zu besitzen und an nicht öffentlichen Plätzen zu konsumieren, wenn keine Kinder anwesend sind. Auch der private Anbau sollte erlaubt werden. Der Volksentscheid war der am meisten mit Spannung erwartete von insgesamt 160 Abstimmungen in 37 Staaten.

Die Bürger sprachen sich zudem gegen die "Proposition 23" und damit für die Beibehaltung eines strikten Klimaschutzgesetzes aus, berichtete die "New York Times". Das Votum wurde auch als Sieg für die Umweltpolitik des scheidenden Gouverneurs Arnold Schwarzenegger gewertet und als Absage an große Ölunternehmen, die den Volksentscheid mit Millionenspenden finanziert hatten.

(apa/red)