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Arnautovic für Island-Test motiviert

England-Legionär will seine guten Leistungen aus der Premier League bestätigen

Marko Arnautovic ist motiviert. © Bild: APA/Robert Jaeger

Nach einer gelungenen ersten Saison in der englischen Premier League hat sich Marko Arnautovic auch für die beiden Test-Länderspiele der österreichischen Nationalmannschaft am Freitag in Innsbruck gegen Island und am Dienstag in Olmütz gegen Tschechien viel vorgenommen. "Wir sind sehr heiß auf die Spiele und wollen beide gewinnen. Es kann losgehen", meinte Arnautovic voller Tatendrang.

An Innsbruck hat der 25-jährige Wiener gute Erinnerungen. "Das Ukraine-Spiel war gar nicht mal so schlecht", sagte Arnautovic angesichts seines Doppelpacks am 1. Juni 2012 beim 3:2 gegen die Ukrainer. "Die Kulisse hier ist immer gut, die Leute freuen sich, dass sie uns wieder sehen. Wir wollen ihnen einen Sieg schenken."

An seiner positiven Entwicklung in England hat für Arnautovic vor allem Stoke-City-Trainer Mark Hughes großen Anteil. "Er hat mir sehr viel Vertrauen gegeben, auch als es am Anfang in den Spielen nicht so gut gelaufen ist. Anscheinend hab ich nach meinem Wechsel zu Stoke einen Trainer gebraucht, der viel mit mir spricht und an mich glaubt", meinte Arnautovic, der mit Stoke überraschend auf Rang neun landete und zum absoluten Fanliebling avancierte.

"Mein Leben ist ein familiäres"

In Italien und Deutschland hatte Arnautovic fast im Wochentakt für kuriose Schlagzeilen und Eskapaden abseits des Platzes gesorgt, ausgerechnet in England, der Heimat der berüchtigten "yellow press", ist es nun ruhig um den einstigen "bad boy" geworden. "Mein Leben ist ein familiäres", sagte Arnautovic, der von Ehefrau Sarah und der zweijährigen Tochter Emilia nach England begleitet wurde.

"Ich habe eine Tochter und damit eine riesige Verantwortung. Da kann man sich keine Dinge mehr erlauben, die man sich vielleicht früher erlaubt hat. Ich führe ein Familienleben und stehe früh auf, um Fußball zu spielen. Mit der Außenwelt hab ich nicht viel zu tun", berichtete Arnautovic von seinem Alltag.

Über Österreichs Chancen auf eine Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich meinte Arnautovic: "Wir haben sehr starke Gegner. Aber wenn wir das zeigen, was wir können, dann haben wir eine Chance."

Koller sieht noch mehr Potenzial

"Ein guter Schüler", meinte Teamchef Marcel Koller über den Ausnahmetechniker aus Wien-Floridsdorf. "Er hat hervorragende Qualitäten, die er nicht immer abgerufen hat. Er ist ruhiger geworden, aber auf dem Platz präsenter. Er hatte bei Stoke viele gute Offensivaktionen und ist auch sehr wichtig für uns. Aber sein Schritt ist noch nicht zu Ende, er kann noch mehr, er kann noch mehr seine Fähigkeiten einbringen", sagte Koller.

Sein ÖFB-Teamkollege Marc Janko meinte über die Entwicklung von Arnautovic: "Mannschaftsintern hat er sich nicht viel geändert. Er ist ein bisschen fokussierter geworden. Marko ist jetzt Familienvater, und er ist sich seiner Verantwortung bewusst." Er habe "die viel zitierte letzte Chance" scheinbar am Schopf gepackt: "Es scheint so zu sein, dass er endlich weiß, was zu tun ist. Auf dem Platz und abseits davon."

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