Armut in der EU von

Jeder Sechste gefährdet

Über 80 Millionen Menschen sind betroffen - Höchste Armutsgefährdung in Lettland

Ein Bettler in Prag © Bild: Getty Images/AFP/MICHAL CIZEK

In Europa geht die Armut um: "In der EU ist jeder Sechste armutsgefährdet", sagt Andreas Höferl, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP). EU-weit waren 2010 rund 80 Millionen Menschen armutsgefährdet, wie die Studie "Armut in der Europäischen Union" aufdeckt. Die höchste Quote wies Lettland mit 21,3 Prozent auf, die niedrigste Tschechien mit neun Prozent.

"Das besonders Beunruhigende daran ist die steigende Tendenz", betonte Höferl. Die stärkste Zunahme an armutsgefährdeten Personen würden jene Länder verzeichnen, die auch am stärksten von der Finanzkrise betroffen sind, etwa Irland und Spanien. Österreich lag mit einer Quote von 12,1 Prozent an viertniedrigster Stelle. Die Zahl der Armutsgefährdeten sei hierzulande mit etwa einer Million Menschen relativ konstant und niedrig, berichtete Höferl.

"In der EU ist von Schuldenunion, Fiskalunion und Bankenunion die Rede, aber ganz selten von einer Sozialunion", kritisierte EU-Abgeordneter Josef Weidenholzer. Die Sozialdemokratische Fraktion fordere deshalb eine soziale Säule: "Weil Wachstum, das auf Ungleichheit basiert, nicht nachhaltig ist. Die Länder, die viel für soziale Sicherheit ausgeben, sind auch die wettbewerbsfähigsten", sagte der EU-Abgeordnete.

Mit Sozialleistungen gegen Armut

Durchschnittlich werde die Armutsgefährdung durch die Sozialleistungen des Staates halbiert, auch Österreich reduziere den Anteil der Betroffenen von 24 auf 12 Prozent. In sechs Staaten werde das Risiko um mehr als die Hälfte reduziert: Irland, Finnland, Schweden, Dänemark, Niederlande und Ungarn, verwies Weidenholzer auf die Ergebnisse der Studie.

Höchste Armutsgefährdung in Lettland

Die Länder mit der höchsten Armutsgefährdung waren 2010 neben Lettland Rumänien, Bulgarien und Spanien - mit jeweils über 20 Prozent. Auch in Litauen und Griechenland war jeder Fünfte armutsgefährdet. Zu den am meisten bedrohten Gruppen zählen EU-weit Arbeitslose (45,1 Prozent) und Alleinerzieher (36,8 Prozent). Außerdem gefährdet sind Teilzeitbeschäftige, Menschen mit geringer Bildung, kinderreiche Familie, Ältere und Zuwanderer.

Auch Westeuropa betroffen

Armut betrifft nicht nur die östlichen und südlichen Länder: 36 Millionen Menschen in Westeuropa sind gefährdet. "Zuwander sind doppelt bis drei Mal so häufig betroffen. Arbeitslose sind in Deutschland am meisten gefährdeten." Dort waren 2010 70,3 Prozent armutsgefährdet.

EU-weit am wenigsten bedroht sind Personen mit einem Hochschulabschluss und Vollzeit Erwerbstätige. Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Bevölkerung an, deren Haushaltseinkommen weniger als 60 Prozent des nationalen Medianeinkommens beträgt.

Kommentare

drowhunter melden

1. was hat die McDonalds Werbung dort zu tun?

2. @zombie69.. geh bitte.. geh woanders hin...

wintersun melden

zu 1.: Interessant jetzt wo Sie es sagen. Wenn man nämlich genau hinsieht erkennt man dass der Becher nachträglich in das Bild eingefügt wurde.

Das betrifft aber nur einheimische Europäer. Kriminelle Migranten und Asylbewerber sind nach wie vor mit Sozialhilfegelder, Gratiswohnung etc. gänzlich abgesichert bis ans Lebensende. Von solcher bevorzugter Behandlung dürfen Einheimische weiterhin nur träumen.

Was haben die scheiss politiker alles versprochen wie super das alles ist in der goldenen eu.was is in wirklichkeit,diese bonzen streifen sich das ganze geld ein und auf die normalen leute wird geschiessen so ist die realität.und es wird noch schlimmer kommen,da bin ich mir sicher.

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