Argentinische Buben töteten Zweijährige:
Richterin spricht von gewolltem Gewaltakt

Sieben- und neunjährige Brüder quälten Opfer zuvor Täter aus gewalttätigem Elternhaus drohte Lynchjustiz

Argentinische Buben töteten Zweijährige:
Richterin spricht von gewolltem Gewaltakt

Zwei erst sieben- und neunjährige Brüder haben in Argentinien ein zweijähriges Mädchen qualvoll umgebracht. Die beiden hätten "verstanden und gewusst, was sie taten", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Telam die Untersuchungsrichterin Marta Pascual. Sie hätten nicht nur "kein Mitleid mit den Schmerzen der kleinen Milagros Belizan gehabt, sondern das habe ihnen in gewisser Weise sogar gefallen", sagte die Richterin in Lomas de Zamora bei Buenos Aires weiter. Dies sei das Ergebnis einer ersten Untersuchung der beiden Täter durch Psychiater.

"Ich weiß nicht, ob ihnen in ihrer kindlichen Vorstellungswelt bewusst war, dass sie ein Verbrechen begingen. Aber sie haben genau verstanden, dass sie Milagros quälten, die lange leiden musste", wurde die Richterin weiter wiedergegeben. Die beiden Brüder kämen aus einem sehr gewalttätigen Elternhaus, und es sei deshalb nicht auszuschließen, dass sie mit dem Mädchen wiederholten, was sie selber zu Hause erlebt hätten. "Das Ausmaß der Gewalt nicht mehr nur unter Jugendlichen, sondern sogar bei kleinen Kindern ist erschreckend", sagte Pascual.

Die beiden Täter befänden sich bisher zusammen mit ihrer Mutter in Polizeigewahrsam, um sie vor Lynchjustiz zu schützen. Es sei jedoch unklar, was mit ihnen geschehen werde. Sie seien extrem gewaltbereit und bedürften "starker Erwachsener", die ihnen einen anderen Weg als bisher zeigen könnten.
(apa/red)