Argentiniens Coach Basile erklärt Rücktritt:
Aufgabe folgte der 0:1-Pleite gegen Chile

Argentinien zittert weiter um die Qualifikation für WM Diego Maradona will die Nachfolge Basiles antreten

Argentiniens Coach Basile erklärt Rücktritt:
Aufgabe folgte der 0:1-Pleite gegen Chile © Bild: Reuters/Brindicci

Argentiniens Teamchef Alfio Basile hat einen Tag nach der 0:1-Niederlage gegen Chile in der Südamerika-Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 sein Amt niedergelegt. "Basile hat mit dem Verbandspräsidenten (Julio Grondona, Anm.) gesprochen und ist danach aus persönlichen Gründen zurückgetreten", meinte ein Sprecher des argentinischen Fußball-Verbandes AFA. Einer der ersten Anwärter auf den Posten ist nun Sergio Batista, der im August die Olympia-Auswahl zur Goldmedaille gecoacht hatte. Aber auch Fußball-Legende Diego Maradona brachte sich bereits ins Gespräch.

Der zweimalige Weltmeister Argentinien hatte beim Auswärtsspiel in Chile ein trauriges Bild abgegeben. Schon in den anderen Qualifikationsspielen hatte die argentinische Nationalelf nur schwache Leistungen gezeigt und muss ähnlich wie Brasilien weiter um das Ticket nach Südafrika zittern. Trotzdem sei man im Verband von der Entscheidung des 64-Jährigen, der sich nach der Niederlage in Santiago "geschockt" gezeigt hatte, überrascht gewesen. Überredungsversuche, doch noch im Amt zu bleiben, seien gescheitert.

Zu abhängig von Riquelme
Der im Juli 2006 als Nachfolger von Jose Pekerman ernannte Basile galt als Vertreter des "schönen Fußballs". Kritiker merkten nach durchwachsenen Leistungen und nur einem Sieg in den vergangenen sieben Pflichtspielen jedoch an, dass die "Gauchos" zu unkonstant und zu sehr von der Tagesform von Spielmacher Juan Roman Riquelme abhängig seien.

Unter Basile gewann Argentinien bei 6 Niederlagen 14 von 28 Spielen. In der laufenden WM-Qualifikation liegt Argentinien nach zehn Partien als Dritter aber bereits sieben Zähler hinter Spitzenreiter Paraguay und einen hinter Erzrivalen Brasilien. Chile nimmt punktgleich mit Argentinien den vierten WM-Fixplatz ein.

Maradona bietet sich an
Der ehemalige argentinische Fußball-Star Diego Maradona hat indes den Wunsch geäußert, das Nationalteam seines Heimatlandes zu trainieren. "Ich wäre sehr erfreut, wer würde es nicht sein", sagte Maradona in einem Telefoninterview mit dem Kabel-Kanal TyC Sports.

"Ich bin absolut gewillt und stehe dem argentinischen Team zur Verfügung", fügte der Weltmeister von Mexiko 1986 hinzu.
(apa/red)