Argentinien wahrt Chance auf WM-Quali:
In Nachspielzeit zum 2:1-Sieg gegen Peru

Entscheidung fällt im Schicksalsspiel gegen Uruguay Mexiko und USA haben ihr Ticket schon in der Tasche

Argentinien wahrt Chance auf WM-Quali:
In Nachspielzeit zum 2:1-Sieg gegen Peru © Bild: Reuters/Pandolfi

Martin Palermo hat Argentinien vor einer nationalen Katastrophe bewahrt. Der Stürmer schoss den zweimaligen Fußball-Weltmeister in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Sieg im Schicksalsspiel gegen Peru und wahrte damit die Chancen auf die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Die Argentinier haben es damit am Mittwoch selbst in der Hand, mit einem Sieg in Uruguay die WM-Teilnahme sicherzustellen.

Das Team von Diego Maradona hatte im strömenden Regen von Buenos Aires alles andere als überzeugend gewirkt. Real-Stürmer Gonzalo Higuain hatte den Favoriten bei seinem Teamdebüt in Führung gebracht (48.), Hernan Rengifo aber für den Außenseiter ausgeglichen (86.). "Ja, ich habe geglaubt, dass wir ausgeschieden sind", gestand Maradona. "Aber ich habe auf Palermo vergessen, den heiligen Palermo. Er hat uns ein weiteres Leben geschenkt."

Maradona feiert ausgelassen
Palermo erlöste die 50.000 Zuschauer im Estadio Monumental mit einem Abstauber aus zwei Metern. Der 35-jährige Angreifer von den Boca Juniors hatte bereits vor zehn Jahren Berühmtheit erlangt, als er in einem Copa-America-Spiel gegen Kolumbien gleich drei Elfmeter verschoss. Diesmal lag ihm das Volk zu Füßen - inklusive des Teamchefs. Maradona feierte, als hätte er das Tor selbst erzielt, rutschte auf dem Bauch über den nassen Rasen.

Die Argentinier sind damit vorerst Tabellenvierter, würden diesen Platz aber nur mit einem Sieg in Uruguay sicher bewahren. Die Uruguayer setzten sich dank eines Elfmeters von Stürmerstar Diego Forlan praktisch mit dem Schlusspfiff in Ecuador mit 2:1 durch und liegen nur einen Punkt zurück auf dem fünften Platz, der immer noch zum Play-off gegen den Vierten der Nord- und Mittelamerika-Zone, Honduras oder Costa Rica, berechtigt.

Kleine Chancen rechnet sich trotz der bitteren Heimniederlage gegen Uruguay auch noch Ecuador aus. Die Ecuadorianer liegen einen weiteren Punkt zurück und gastieren zum Abschluss in Chile. Die Chilenen sind ihre Sorgen bereits los. Österreichs WM-Gegner von 1998 sicherte sich die WM-Teilnahme mit einem 4:2-Sieg in Kolumbien als drittes südamerikanisches Team nach Rekordweltmeister Brasilien und Paraguay.

Mexiko und USA fahren zur WM
Mexiko und die USA haben sich ihre Teilnahme an der Fußball-WM 2010 in Südafrika gesichert. Die Mexikaner fertigten El Salvador zu Hause mit 4:1 ab, die USA mühten sich in Honduras nach Rückstand zu einem 3:2-Sieg. Um den dritten Qualifikations-Platz in der Nord- und Mittelamerika-Zone (CONCACAF) spielen am Mittwoch im Fernduell Costa Rica und das zwei Punkte zurückliegende Honduras.

Während die Costa Ricaner, die Schlusslicht Trinidad Tobago mit 4:0 besiegten, in den USA gastieren, haben die Honduraner in El Salvador die vermutlich leichtere Aufgabe. Der Gruppenvierte bestreitet ein Play-off gegen den Fünften der Südamerika-Zone - derzeit Uruguay.

Mexiko gab sich nach schwachem Start in die Quali keine Blöße. "El Tri" feierte vor 100.000 Zuschauern im Azteken-Stadion dank eines Eigentores von Marvin Gonzalez (26.) sowie Treffern von Cuauhtemoc Blanco (71.), Francisco Palencia (84.) und Carlos Vela (89.) den fünften Sieg in Folge. Der nicht unumstrittene Altstar Blanco, der vor dem Spiel aufgrund einer Verletzung fraglich gewesen war, war mit 36 Jahren der beste Mann auf dem Platz.

Die USA taten sich in San Pedro Sula weit schwerer. Zwei Tore von Stürmer Conor Casey (54., 66.) sowie ein Tor von Landon Donovan (71.) brachten den Umschwung. Carlos Pavon schoss in der Schlussphase einen Elfmeter über das Tor (87.) und vergab in der Nachspielzeit zudem eine riesige Kopfballchance für Honduras. Die Honduraner benötigen nun einen Sieg in El Salvador und müssen auf einen Punkteverlust von Costa Rica in den USA hoffen.

(apa/red)