Arbeitsunfall mit tödlicher Konsequenz:
Entmistungsanlage erdrückte Familienvater

Techniker wartete die selbst installierte Maschine

Bei Arbeiten an einer Entmistungsanlage ist ein Familienvater in Haid (Bezirk Linz-Land) in Oberösterreich tödlich verunglückt. Der 47-Jährige stürzte in die Anlage und wurde mit dem Stallmist in den Misthaufen gepresst. Die Feuerwehr musste die Leiche des Opfers freischaufeln, berichtete die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung.

Vor Jahren hatte der Techniker die Anlage auf dem Bauernhof selbst installiert. Seither war er für die Wartung der Maschine zuständig. Auch am Tag des Unfals musste er sie reparieren - nach Abschluss der Arbeiten am Außenschacht wollte er die ordnungsgemäße Funktion der Entmistungsanlage noch einmal überprüfen. Dazu wies er den Landwirt an, die Maschine einzuschalten und Stallmist hineinzuwerfen.

Nach etwa zehn Minuten ging der Bauer ebenfalls nach draußen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung sei. Da war der 47-Jährige jedoch plötzlich verschwunden. Der Bauer suchte das ganze Gelände nach ihm ab, jedoch ohne Erfolg. Da er vermutete, dass der Techniker in die Anlage gestürzt sein könnte, begann er mit seinen Söhnen und der Feuerwehr den Misthaufen abzutragen. Bei der Austrittsöffnung des Mistschachtes stießen sie auf den Kopf des Mannes. Anschließend wurde noch der Körper des Opfers aus dem Schacht geholt. Eine Obduktion der Leiche wurde angeordnet. (apa/red)