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Druck im Job immer größer

80 Prozent sehen sich zunehmender Belastung am Arbeitsplatz ausgesetzt

Eine gestresste Arbeitnehmerin © Bild: Thinkstock

80 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass die Belastung am Arbeitsplatz in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat, nur 9 Prozent sind anderer Meinung. Das ergab eine am Mittwoch präsentierte Umfrage des Linzer Instituts IMAS. 44 Prozent denken demnach, dass sich Leistung im Beruf nicht mehr wirklich auszahlt, 45 Prozent glauben das schon.

Der wichtigste Faktor für eine gute Bezahlung ist für die Österreicher die körperliche Schwierigkeit der Arbeit. 70 Prozent nannten diesen Punkt, gefolgt von der Verantwortung, die man für andere trägt (65 Prozent) und der Erfahrung (62 Prozent). Zuverlässigkeit und Ausbildung (je 51 Prozent), Einsatzbereitschaft (49 Prozent) oder das finanzielle Risiko (42 Prozent) rangieren im Mittelfeld. Den finanziellen Nutzen, den jemand für ein Unternehmen bringt, (36 Prozent) und der Ideenreichtum (35 Prozent) scheinen weniger bedeutend.

Strengen sich die Jungen genügend an?

53 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die jungen Leute sich heute nicht mehr so sehr anstrengen wollen wie früher. 37 Prozent finden das nicht. Hier ist allerdings ein deutliches Altersgefälle zu bemerken, die Älteren haben ein wesentlich schlechteres Bild von der Jugend als diese von sich selbst.

Die Ergebnisse der Umfrage, für die IMAS von 18. März bis 13. April 1.000 repräsentativ ausgewählte Österreicher über 16 Jahre interviewte, sind für Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP) ein Alarmzeichen: Das Können, der Fleiß und die Kreativität der Menschen seien die wichtigsten Ressourcen des Standortes, sagte er am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit IMAS-Forschungsleiter Paul Eiselsberg und Markus Raml vom Raml und Partner Forum. Wenn jeder Zweite glaube, dass sich Leistung nicht mehr lohne, "ist das nicht das richtige Signal".

Der Weg gehe eher in Richtung Wohlstandsverteidigung als Wohlstandsschaffung, bilanzierte Eiselsberg. Strugls Fazit: "Es ist nicht unproblematisch eine saturierte Gesellschaft zu sein" - auch wenn es sicherlich Menschen im Land gebe, die es nicht so leicht haben.

Leistungsgedanken soll gefördert werden

Um dem Leistungsgedanken wieder Aufwind zu verschaffen, haben Strugl und das Raml und Partner Forum den "1. Oö. Leistungspreis" ausgeschrieben. Er richtet sich an junge Leute unter 25 Jahren, die eine herausragende Leistung in einem beliebigen Bereich vorweisen können. Einreichungen sind unter www.ooe-leistungspreis.at möglich, die Verleihung erfolgt am 15. Juni. In den Kategorien Schüler, Studenten und Lehrlinge werden jeweils drei Preise in der Höhe von 1.000, 500 und 250 Euro vergeben.

Was meinen Sie? Ist die Belastung im Beruf in den letzten Jahren gestiegen?

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Kommentare

11223344 melden

kein wunder wenn so wenige braven arbeitende für sooooooo viele sozialschmarotzer einen haufen mehrarbeit leisten müssen. geld für die eigenen leute haben unsere möchtegern gutmenschen keines aber für fremde, da hauen wir es mit vollen händen raus. stoppt die mindestsicherung für nichtösterreicher und stoppt die steuerverschwendung für unsere geliebten scheinasylanten bzw. wirtschaftsflüchtlinge. dann könnten die steuern runter und die unternehmen können kostengünstiger agieren.

Nudlsupp melden

Glauben Sie den Mist eigentlich den Sie hier schreiben oder sind das schon fortgeschrittene Symptome eines exzessiven Alkoholmissbrauchs? In was für einer kleinen dreckigen verbitterten Welt muß Ihresgleichen leben.

Seit dem EU Beitritt wird es immer schlechter. Wir schicken unser Steuergeld nach Brüssel und zu den Schuldenländern statt es im eigenen Land zu investieren um Wohlstand und Arbeitsplätze zu schaffen. Für Konzerne bringt diese EU weiterhin Rekordgewinne mit steuerschonenden Vorschriften. Die Arbeitnehmer werde ausgebeutet wie schon lange nicht!

Österreichs Arbeitnehmer hat es besonders gut. Nirgends gibt es eine so dichte Arbeitnehmervertretung wie im kleinen Österreich:
10 Arbeiterkammern, 10 ÖGB´s, viele Fachgewerkschaften, jede wieder mal 10, Arbeits- und Sozialminister, Frauenminister(Innen) (alle x10), Betriebsräte usw.

Der Druck steigt, wenn es dem Unternehmer nicht gut geht übt er Druck auf seine Angestellten aus. Ein Überangebot an Personal ist da, das heißt auch die Gehaltsverhandlungen gestalten sich dementsprechend schlecht. Die Lebenskosten steigen enorm...wenn man dann noch dazu kein stabiles harmonisches privates Umfeld hat wird's einfach zu viel.....

Also ich würde nicht sagen, dass der Druck so sehr steigt - das machen sich die meisten selbst, weil der Halt fehlt im Leben. Das hat schon viel mit den vergangenen Kindertagen zu tun. Viele Kinder werden abgeschoben in die Kita etc. und sind zuhause eigentlich null gefestigt. Leider merkt man das dann sehr an der sozialen Kompetenz der meisten Kollegen und Chefs....

Tom78

grosses bewusstes und zum Teil auch unbewusstes umdenken stattfindet was bedeuten würde das die mächtigen Kapitalisten bald keine Macht mehr haben werden! man nehme sich nur ein kleines Beispiel an der Tierwelt wie wenig es eigentlich bedarf um glücklich zu sein...und es wäre schön wenn auch die Menschheit wieder dort hinfinden kann...

Tom78

das Wort Leistung wird weiterhin an Bedeutung verlieren und das ist auch gut so! vielleicht werden die Menschen ja langsam munter und begreifen das sie sich für den angeblichen "Wohlstand" versklaven...weniger Konsumieren, weniger Produzieren, mehr Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit das ist der wahre Wohlstand und würde sicher jedem gut tun, schaut so aus als ob dem Bericht zufolge ein

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