Arbeitsmarkt von

Wieder mehr Arbeitslose

Arbeitslosenquote stieg im Jänner auf 10,5%. Schulungsteilnehmer stark rückläufig.

Arbeitsmarkt - Wieder mehr Arbeitslose © Bild: Thinkstock

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Jänner aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage erneut gestiegen. Inklusive der AMS-Schulungsteilnehmer waren Ende Jänner 472.539 Personen auf Arbeitssuche, ein Anstieg von 5,1 Prozent. Nach nationaler Definition stieg die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent, gab das Sozialministerium bekannt.

Nach Eurostat blieb die Quote mit 4,9 Prozent relativ moderat. Österreich ist damit innerhalb der EU an zweiter Stelle hinter Deutschland. Ohne Schulungsteilnehmer vermerkte das Arbeitsmarktservice 406.239 arbeitslose, um 36.402 Personen mehr als vor einem Jahr.

Winterbau läuft gut

Eine Überraschung gab es am Bausektor. Verglichen mit anderen Branchen stieg die Bauarbeitslosigkeit mit 2,6 Prozent unterdurchschnittlich, da der Winterbau gut laufe, erläutert das Ministerium. Auch die Beschäftigung am Bau wächst. Nichtsdestotrotz trägt die Bauwirtschaft am meisten zur Gesamtarbeitslosigkeit bei. 18,5 Prozent aller Arbeitslosen waren vorher am Bau beschäftigt.

Nach Branchen den mit 14,4 Prozent höchsten Anstieg der Arbeitslosen verzeichnete der Bereich Arbeitskräfteüberlassung (Leiharbeiter). Leicht überdurchschnittliche Zuwächse gab es im Handel (+10,3 Prozent) und im Tourismus (+9,9 Prozent).

Wer besonders benachteiligt ist

Besonders benachteiligt am Arbeitsmarkt waren erneut ältere Menschen ab 50 Jahren (+13,7 Prozent), Ausländer (+18,9 Prozent) und behinderte Personen (+16,3 Prozent). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 12 Monate vorgemerkt) hat sich auf rund 20.200 Personen mehr als verdoppelt.

Prognose - Mehr Arbeitslose weltweit
© APA/Martin Hirsch

Jugend

Die Jugendarbeitslosigkeit stieg um 5,2 Prozent, wobei es bei den 15- bis 19-Jährigen sogar einen Rückgang von 2,5 Prozent gab. Allerdings waren auch Ende Jänner um 8,4 Prozent mehr Lehrstellensuchende vorgemerkt. Dem stand ein Anstieg von 7,3 Prozent beim Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen gegenüber. Damit ist die Lehrstellenlücke um 284 auf 3.328 angestiegen. Während die Zahl der offenen Lehrstellen die der Lehrstellensuchenden in Salzburg und Tirol übersteigt, kommen in Wien im Schnitt 6,5 Lehrstellensuchende auf eine offene Stelle.

Österreich im EU-Vergleich

Im europäischen Vergleich steht Österreich nach wie vor gut da. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent (nach Eurostat) hat Österreich nach Deutschland die zweitniedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Die höchste Quote mit 25,8 Prozent hat derzeit übrigens Griechenland, dahinter folgt Spanien (23,7 Prozent). Insgesamt sind in Österreich 3,4 Millionen Menschen unselbstständig beschäftigt. Beim AMS gibt es derzeit fast 23.000 gemeldete offene Stellen, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zahl der Schulungsteilnehmer gesunken

Die Zahl der Schulungsteilnehmer des Arbeitsmarktservice (AMS) ist im Jänner um fast 17 Prozent auf 66.300 Personen drastisch zurückgegangen. Besonders stark war der Rückgang mit 28,5 Prozent in Wien, geht aus veröffentlichten Daten des Sozialministeriums hervor.

Das AMS begründet den Einbruch bei den Schulungsteilnehmern mit einem Strategiewechsel: Es würden nun Kurse mit längerer Laufzeit angeboten und bei gleichbleibendem AMS-Budget könnten dadurch weniger Arbeitslose in Schulungen geschickt werden, sagte AMS-Sprecherin Beate Sprenger. Auch werden die oftmals kritisierten Bewerbungstrainings - vor allem in Wien - deutlich zurückgefahren. Außerdem steckt das AMS etwas mehr in Beschäftigungsprogramme und damit sinken auch die Mittel für Kurse leicht. Das AMS-Budget für das Jahr 2015 liegt bei rund 1,14 Mrd. Euro und damit nahezu unverändert zum Vorjahr.

Im Bundesländervergleich war der Anstieg der Arbeitslosen in Wien mit 19,1 Prozent am höchsten, was zur Hälfte durch die sinkenden Schulungsteilnahmen zu erklären sei, so das Sozialministerium. Am geringsten stieg die Zahl der Arbeitslosen in Kärnten (+2,3 Prozent) und im Burgenland (+4,9 Prozent).

Je mehr Schulungsteilnehmer es gibt, umso niedriger ist die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Personen. Ohne Schulungsteilnehmer waren im Jänner 406.239 Personen ohne Job, um 9,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Inklusive Schulungsteilnehmer betrug der Anstieg "nur" noch 5,1 Prozent.

Arbeitslosenanstieg in Wien

In Wien ist die Zahl der als arbeitslos vorgemerkten Personen im Jänner im Jahresvergleich um 19,1 Prozent und damit auf 128.977 Personen gestiegen. Die Zahl der Schulungsteilnehmer sank dagegen um 28,5 Prozent auf 24.107 Menschen, wie das Wiener AMS am Montag per Aussendung mitteilte. In Summe bedeutet das einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Bundeshauptstadt um 7,8 Prozent.

Grund für den starken Rückgang bei den Schulungsteilnehmern sei die geringere Zahl der Kurse, erklärte eine Sprecherin des Wiener AMS. Wie auch bundesweit habe man hier "den Sparstift ansetzen" müssen - in Wien mache sich das nun besonders bemerkbar.

Kommentare

Da wurden von hochbezahlten Beamten wiederum ganz "schön gerechnet"!
Österreich hat 8,4 Mio Einwohner und 3.666.490 Beschäftigte.
472.539 Arbeitslose sind nicht 10,5% sondern 13%!

Zwiegespraech
Zwiegespraech melden

Was seid ihr für geistige Tiefflieger! Höchster Beschäftigungsstand aller Zeiten, zweitniedrigster Arbeitslosenquote in der EU. Für euch wäre es besser ihr würdet auswandern. Und christian95 auch wenn du 1000 mal blödsinn schreibst wird es deshalb nicht richtiger.

Nudlsupp melden

Richtig erkannt Uniqua. Es gibt schon ein paar Spezialisten hier. Jeder bringt die EU in Zusammenhang mit den Arbeitslosen. Aber noch keiner konnte mir einen schlüssigen Nachweis erbringen, daß die EU auch nur einen einzigen Arbeitslosen verursacht hat.

Zwiegespraech
Zwiegespraech melden

Man braucht ja nur lesen was der "Bumsti" Scherge uns vorzurechnen versucht. Jeder weiß das es auch Pensionisten, Kinder und Studenten gibt. Aber was will man von so einem Geisteskind sonst erwarten.

11223344 melden

also uniqa, ein tiefflieger bist selbst. erkläre das mit der arbeitlosenquote einem familienvater beim ams der seine familie nicht mehr ernähren kann weil keine arbeit................ sage es ihm dirket ins gesicht wenn du dich traust .............

und supperl, die eu macht es den konzernen sehr einfach den standort dorhin zu verlegen wo es viel billiger ist, und nun ihr beiden superstars beginnt mal zu denken und net nur dümmlich existieren ..............

Nudlsupp melden

@mirwuarscht: wo es keine Argumente gibt, arbeiten Sie mit Beleidigungen. Wir könnten uns mit Ihnen schon über die Auswirkungen unterhalten, die speziell die EU auf Produktion, Export und Beschäftigung hat, und wie mies die Situation wäre, würden alte Handelsbarrieren noch bestehen. Aber Sie würden es ja ohnehin nicht mal ansatzweise verstehen. Man kann an der EU viel aussetzen,.....

Nudlsupp melden

......aber speziell hier ,würde es gerade noch trister aussehen. Auch wenn es einige nicht hören mögen, aber diese sinnfreien Beleidigungen ändern nichts an der Tatsache.

Nudlsupp melden

Und das mit dem Familienvater ist bitter, aber das ist meine Rede. Bevor wir uns von den Blauen nochmals so teures Kriegsspielzeug aufbürden lassen, das letztendlich nur der Parteienfinanzierung dient, oder wie es Eloy gestern so treffend sagte, wir am Kärntner Wesen genesen und uns eine HAA leisten, dann investieren wir doch lieber in Bildung und Menschen. Da bin ich ganz bei Ihnen.

higgs70
higgs70 melden

Naja, tatsächlich fließt das jetzige Fiasko aus mehreren Quellen zusammen. Technische Rationalisierungen haben die einfachen Jobs für die Unqualifizierten vielfach gekillt,die Kehrmaschine ersetzt das Firmenfaktotum.
Arbeitsplätze sind auf einmal mobiler als Menschen und wandern ab, dazu ziehen Schwärme von Konzernen von Ort zu Ort und lassen sich die Niederlassung subventionieren um dann weiterzuziehen, der Staat selbst wird durch diese erpressbar,Monopolbildungen führen gleichzeitig zu Traumpreisen, Resultate des gelobten Falls von Grenzen.Und der Staat hat kein Geld, denn wir füttern, weil wir ein Werkl bauten das Ländern die Abwertung verunmöglichte,die Banken die sich in ihrer Gier daran verschluckt hatten.

Und genau da sind wir aber bei der EU angelangt und Ihr Satz, dass es ohne diese noch viel trister ausschauen würde, erinnert fatal an die Argumentation von Theologen, dass, wäre das Kind nicht gestorben, ihm sicher noch viel schlimmeres passiert wäre. Aber der beste Beweis für die Möglichkeit ist bekanntlich die Wirklichkeit, der Rest sind Postulate. Was wirklich einschätzbar ist, ist das Vorher-Nachher und da schauts nicht gut aus für den Moloch und die zuckerlfarbene Einheitswährung, so im Eck waren wir seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr ( allein wenn man nur die Arbeitslosen hernimmt).
Und was den Export betrifft, auch kleine Staaten können Außenhandel haben (haben wir ja bis zur EU auch so gemacht). Und ich sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen EU und Einzelstaaten bei Dingen, die sie handeln wollen, wohl aber bei Dingen die man nicht will (z.B.Gentechnisches).Und ein autonomer Staat heißt ja nicht, dass Sie Dinge nicht bilateral regeln, es heißt nur,dass Sie keinen gemeinsamen Rechtskorpus haben und sich die Dinge ausschnapsen-und das hat über die Jahrtausende ja wohl einigermaßen funktioniert. Was sich nunmehr in der Eu meiner Meinung nach abspielt ist die von Marx vorhergesagte Bildung von Monopolen, die bisher von den Staaten aus Partikularinteressen unterbunden wurde, und Gott gnade uns wenn Firmen mächtiger sind als der Staat.
Sie sehen,auch ich habe meine Gründe fürs Insulanerdasein und ich bin weit weg davon Blauwähler zu sein.

Nudlsupp melden

Ich darf leider nicht so lange Beiträge schreiben wie Sie, das macht es schwierig, gezielt darauf einzugehen. Ich bleibe aber aus Überzeugung dabei, und nicht nur, daß der Euro schon alleine deswegen ein Segen ist, weil Länder mit gleicher Währung sich noch nie bekriegt haben, wir eine traumhafte Friedensperiode in Europa haben, sogar die Deutschen können nicht mehr großartig Unruhe stiften....

Nudlsupp melden

...aber wir beide sind schlau genug, wie ernst Österreich bei bilateralen Verhandlungen genommen werden würde. Wären wir nicht in der EU hätte das keine positiven aber negative Auswirkungen, wir könnten nur als Steueroase überstehen, und die würde man im Blitztempo sowas von trocken legen.

higgs70
higgs70 melden

Na dann frage ich mich, wie wir da vorher überleben konnten und das nicht mal schlecht. Und soweit ich mich entsinne hat man sich nach 45 auch ohne die EU nicht europaweit die Köpfe eingeschlagen, ich meine sogar, dass die Töne zwischen einzelnen Ländern, Deutschland und Griechenland etwa, vorher nie so scharf waren wie unter dem gemeinsamen Eurodach.

Ich weiß ich wiederhole mich, aber niemand kann schlüssig sagen, wie Europa ohne die EU und den Euro heute ausschauen würde, sehr wohl aber kann man feststellen,welche Probleme durch das Faktische erwachsen.Und das sind ein Haufen.

Ich für meinen Teil würde jedenfalls Kleinstrukturen
sensu Leopold Kohr ( "Zurück zum menschlichen Maß" Otto Müller-Verlag) fraglos bevorzugen, eine Verzwergung sozusagen, aber nicht aus Nationalismus sondern weil Dinge vor Ort für die Leute ebendort zu regeln sind, weil die Modulbauweise viele Vorteile und Zentralisierung hauptsächlich Nachteile hat, weil man lokale Probleme verstehen muss um etwas zu entscheiden und weil große Einheiten Monopolbildung und damit Konzernherrschaft befördern. Und der freie Markt ist mir vollkommen wurst. Man kette ihn an.

Und ich mag in einer Welt die sich um Shareholdervalue und Gigantomanie dreht vielleicht nicht repräsentativ sein,aber dafür bin ich stur, das haben Zwerge so an sich;-))

11223344 melden

danke an unsere politk und ihre wähler, macht weiter so und erhöht eure gehälter weiter. einen dank an alle rot- schwarz und grünwähler

christian95 melden

100% richtig!
Wir verdienen nichts anderes!
(Wahltag ist Zahltag)

Nudlsupp melden

Danke an die Altlasten der Wenderegierung, welche die Gerichte und Budgets heute noch über-beansprucht. Mir ist mittlerweile jeder Grüne beim A***ch lieber als ein Blauer beim Gesicht. Über politische Ansichten kann man sich streiten, aber nicht über Anstand.

11223344 melden

dank unserer pleite-regierung mit ihren wahsinnigen steuern wandern alle konzerne langsam ab und unserer politker erfreuen sich weiterhin an ihren irren gehältern. danke an alle rot/grün und schwarz-wähler

Nudlsupp melden

Also sollen wir auf Steuer verzichten, uns von Konzernen erpressen lassen, und den Dienstnehmern noch mehr abpressen?

Nudlsupp melden

Mein "Dank" gilt den Blau-Wählern, die einen menschenverachtende und rückwärtsgerichtete Politik betreiben, die Korruption und Rot-Schwarz, nochmals getoppt haben, teurere Kriegsspielzeug gekauft haben, um sich die Parteikassen zu füllen, und rote Institutionen einfach blau gefärbt haben. Im übrigen werden die Gerichte noch einige Jahre beschäftigt sein, mit "Blau" aufzuräumen

11223344 melden

supperl du gehst von einem extrem ins andere, zeigt von einem geistigen nullerl, wir haben die höchsten steuern in europa und unsere maden im speck, rot/schwarz kommen seit jahren damit net aus. also, wer hat schuld die blauen????? sicher net und wenn der häupl in pension geht dann wird der kasssturz sachen zum voschein bringen womit deine roten lieblinge die nächsten jahrzehnte zu beissen haben. da werden die gerichte sicher nicht arbeitslos werden. ..................... und was für einen geistige lichtblitz lässt jetzt wieder los?????

Nudlsupp melden

Zumindest bin ich geistig in der Verfassung mich ohne sinnfreie Beleidigungen mit anderen Positionen auseinander zu setzen. Sie können auf Rot Schwarz gerne rumhacken, aber die Vergangenheit hat gezeigt, da wo aus Rot Blau wurde, war der größte Unterschied daß der Dreck noch höher gestapelt wurde und noch mehr gestunken hat. Da können Sie mich persönlich beleidigen was Sie wollen, das ändert....

Nudlsupp melden

nun mal nichts an den Tatsachen. Daß Sie diese mit Ihrem engen Horizont nicht wahrnehmen wollen, mag so sein, ist aber primär Ihr Problem und nicht meines. Und wenn Sie mit Ihrer Situation nicht mehr klar kommen, und Ihrer Hilflosigkeit jeden anders Denkenden versuchen zu diffamieren und zu beleidigen, dann nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Entweder therapeutisch oder medikamentös.

netwoman melden

Konzerne wandern in Billigstlohnländer ab, Roboter übernehmen die Arbeit der Menschen ... . Es wird nie mehr mehr Arbeitsplätze geben!!! Darum ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Das rechnit sich schon alleine durch den Verbrauch: Miete, Strom, Einkauf ... . Sklave lass Diczh doch nicht immer treiben und hetzen sondern sei wach und höre auf, Sklave zu sein! ;)

christian95 melden

Grundeinkommen?
Darüber können die Bonzen in der Nationalbank nur lachen. Nie und nimmer geben sie sich damit zufrieden.
Erst die Wahlen in Griechenland haben offensichtlich das Land befreit um Sklave der EU zu sein.

christian95 melden

Offensichtlich noch viel zu wenige Arbeitslose. Jedes Monat werden neue, noch mehr Arbeitslose importiert.
Statt unser Steuergeld im eigenen Land zu investieren um damit Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen schicken wir Mrd. Steuergeld nach Brüssel und zu den Schuldenländern. Das soll auch noch ein "gutes Geschäft sein".
Wir verdienen nichts anderes wenn wir uns solche Typen wählen!

christian95 melden

Arm und arbeitslos wird man nur in der Privatwirtschaft. Parteigünstlinge werden weiterhin mit hochbezahlte Jobs lebenslang beim Staat oder staatsnahen Betrieben versorgt.
Wer kein Parteibuch hat bleibt übrig!
Nordkorea & Co lassen grüßen!

Seite 1 von 1