Arbeitsmarkt von

Milliardenbetrug mit Schwarzarbeit

Zwischen 800.000 bis eine Million Schwarzarbeiter – Zuverdienstgrenzen gefordert

Silhouette Arbeiter auf Baustelle © Bild: Thinkstock

Schwarzarbeit macht laut Berechnungen des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Alleine an Sozialabgaben und Steuern entgehen dem Staat dadurch 2,5 Mrd. Euro. Um Pfusch zu reduzieren, empfiehlt der Experte Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzbar zu machen oder die Mehrwertsteuer bei großen Vorhaben zurückzuerstatten. Das Ergebnis sei in beiden Fällen das gleiche: Es würde nicht mehr ohne Rechnung gearbeitet, sagte Schneider am Dienstag im "Ö1"-Morgenjournal des ORF-Radio

Am meisten gepfuscht werde noch immer am Bau, gefolgt vom Gastgewerbe und der Unterhaltungsbranche. Ein Drittel der Schwarzarbeiter gelte als beschäftigungslos. Zwei Drittel würden sich mit der Schwarzarbeit etwas dazuverdienen, aber in ihrem regulären Job Steuern und Abgaben zahlen, so Schneider. Er schätzt die Zahl der Schwarzarbeiter auf 800.000 bis eine Million. Daher schade die Schwarzarbeit zwar dem Staat, nütze aber gleichzeitig vielen. "Die ganz große Masse profitiert davon, darum wird sie auch als Kavaliersdelikt betrachtet", sagte der Schwarzarbeits-Experte.

Der Ökonom empfiehlt der heimischen Politik, höhere monatliche Zuverdienstgrenzen für Nebeneinkünfte einzurichten, wie zum Beispiel in Deutschland. Derzeit fehle es aber an politischem Willen, gegen Pfusch vorzugehen. "Denn für viele wäre der Traum vom Eigenheim nicht realisierbar, wenn es den Pfusch nicht gäbe. Das weiß die Politik, und daher ist sie in dieser Hinsicht eher zögerlich, das rigoros abzustellen", so Schneider.

Kommentare

Der Pfusch der Regierung kostet und um einiges mehr :o)

Hugo-Boatwisch melden

Müssten nicht die meisten Baumärkte ohne Pfusch zusperren?

Ivoir
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Die Heimwerker und Gartenfreunde nicht vergessen! ;)

Oliver-Berg
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Solange ein Staat etwas über 50 % vom erarbeiteten Einkommen Steuern und Abgaben (inkl. USt) kassiert, und seit 30 Jahren echte Strukturreformen in der Verwaltung, beim Rentensystem, in der Bildung und Forschung verweigert, solange haben alle Pfuscher das Recht sich nebenbei was dazuzuverdienen.

Hugo-Boatwisch melden

Bitte in welchem Land leben Sie, dass Sie mehr als 50% Steuern zahlen müssen? Zum Glück ist das in Österreich nicht der Fall ...!

Retards melden

Ahhhm. In Österreich? Und sie wohl am Mond? Nach den Einkommensteuern rechnet man für den Monat dann noch aus was man an sonstigen Steuern zahlt. (Wohnen, essen, Wasser, Strom - überall sind Steuern dabei. Man kommt so weit über die 50 % des Einkommens. Voila! Schauen sie aufs Ganze nicht nur auf eine Hälfte.... manchmal denk ich mir, was für ungebildete Leute hier leben @ hugo boatwisch

brauser49

Hunderte beziehen Arbeitslosengeld und fahren rund um die Uhr im Pfusch Taxi, aber keiner ueberpruefts !

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